Beschäftigungstherapeut Johannes Rathmann freut sich, dass "Bobbele" ihm bei der Arbeit hilft. Foto: Schwarzwälder-Bote

Immer mehr Heime legen sich als Therapiehelfer Kaninchen oder Hunde zu.

Calw - Egal ob bei Kindern, Jugendlichen oder Senioren: Tiere sind als Therapiehelfer groß im Kommen. Immer mehr Heime legen sich tierische Begleiter zu.

Dies hat erstaunliche Verbesserungen bei den Bewohnerinnen und Bewohner bezüglich Gesundheit, Kommunikation und Sozialkompetenz zur Folge. Auch die Seniorenresidenz Schönblick setzt diese neuen Erkenntnisse um, indem Sie Tiere als Therapiehelfer einsetzt. Das Haus beherbergt neben zwei Kaninchen seit neuestem ein Aquarium mit bunten Süßwasserfischen. In einem der Beschäftigungstherapieräume bringt das Aquarium viel Farbe und Bewegung in den Alltag.

Die kleinen Kaninchen "Lore" und "Bobbele" fühlen sich in ihrem Gehege sehr wohl, sind den Umgang mit Menschen gewöhnt und lassen sich geduldig streicheln. Auf der Ebene fünf findet man dann die zutrauliche und umgängliche Hündin "Questa" der Heimleitung. Freundlich begrüßt sie jeden Besucher und freut sich ebenfalls jederzeit über Streicheleinheiten.

Viele der Bewohner sind mit Tieren aufgewachsen und verbinden mit ihnen wichtige Kindheitserinnerungen. Dies kann, vor allem bei dementiell Erkrankten zur Anregung des Gedächtnisses führen. Die Senioren spüren die Anteilnahme des Tieres, was sie motiviert, Beziehungen einzugehen, Vertrauen aufzubauen und Verantwortung zu übernehmen. Mehr Selbstständigkeit bei den einzelnen Bewohnern ist die positive Auswirkung.

Durch das Spielen mit den Tieren und die positiven Erfahrungen können Ängste und Depressionen gelindert werden, dem sozialen Rückzug wird vorgebeugt. Vor allem das natürliche menschliche Bedürfnis nach Nähe, Wärme und Zärtlichkeit wird befriedigt.