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Calw - Tälesbach-Sanierung treibt Bürger um

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Rund 70 Menschen wanderten zur Tälesbach-Deponie Quelle: Unbekannt

Calw/Althengstett - Noch vor den Pfingstferien soll eine Initiative gegründet werden, die sich für eine umweltverträgliche Sanierung der alten Deponie am Tälesbach einsetzen will.

Das war das Ergebnis, zu dem die rund 70 Teilnehmer an einer informativen Wanderung kamen, die sie entlang des Tälesbachs von Althengstett bis zur Deponie an der alten Bahntrasse bei Hirsau führte.

Eingeladen hatten die Kreisverbände von Bündnis 90/ Grüne und der SPD. Unter den Teilnehmern waren Gemeinderäte, Vertreter von Vereinen, Bürger aus betroffenen Gemeinden und Verantwortliche von NaBu, BUND und des Vereins Württembergische Schwarzwaldbahn Calw-Weil der Stadt (WSB).

"Lösung, die Natur und Menschen gerecht wird"

"Wir wollen vor allem Fragen sammeln", sagte Saskia Esken, SPD-Kreisverbandsvorsitzende und Gemeinderätin aus Bad Liebenzell, die darauf hinwies, dass mehr Transparenz in der aktuellen Diskussion erforderlich ist. Eine wichtige Aufgabe der Initiative soll darin bestehen, "ein hohes Maß an Öffentlichkeit herzustellen, um gemeinsam zu einer guten Lösung zu kommen, die Natur und Menschen gerecht wird", resümierten Esken und Philipp Jourdan, Kreisvorsitzender der Grünen.

Zu den drängendsten Fragen, die die Bürger derzeit beschäftigt, gehört: Wie soll das Erdmaterial, das von Großbaustellen wie Stuttgart 21 zum Verfüllen der Deponie Tälesbach geschafft werden soll, transportiert werden? Hans-Ulrich Bay vom WSB gab den Teilnehmern der Wanderung zahlreiche Denkanstöße und wies auf offene Fragen hin. So ist die Haltung der Deutschen Bahn eher undurchsichtig. Nachdem zunächst der Transport auf der Schiene, die ja direkt an der Deponie vorbeiführt, als technisch nicht machbar abgelehnt wurde, werden nun zu hohe Kosten angeführt.

Derzeit wird ein Gutachten erstellt, das im Falle des Lastwagen-Transports die Kosten zum Ausbau der Waldstraße und weitere Folgekosten berücksichtigt. Welche Auswirkungen die Entscheidung zwischen Schiene und Straße letztlich auf das Projekt der S-Bahn-Anbindung von Weil der Stadt nach Calw haben wird, ist ebenfalls offen.

Doch Lärm und Abgase sind nicht das einzige Problem, das die Verfüllung der Deponie mit sich bringen könnte. So wies Stefan Andrusch vom NaBu auf die Möglichkeit einer instabilen geologischen Formation unter der Deponie hin, die durch das zusätzliche Gewicht in Bewegung geraten könnte. Barbara Fischer vom BUND stellte die Frage nach eventuellen Altlasten der Deponie. Die Angst, dass in den nächsten zehn Jahren täglich bis zu 100 Lkw-Fahrten anstehen könnten, um die 1,5 Millionen Kubikmeter Erdmaterial, die in der Tälesbachdeponie verfüllt werden sollen, zu transportieren, betrifft nicht allein Althengstett. "Wir wissen nicht, wo das Material letztlich herkommt. Da können auch Hirsau, Bad Liebenzell und Calw betroffen sein", so Esken.

Von Annette Selter-Gehring

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