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Calw - Tälesbach-Deponie bewegt Gemüter

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Der Verein Württembergische Schwarzwaldbahn (WSB) will die alten Holzschwellen zur Deponie gegen gebrauchte aus Stahl auswechseln. Quelle: Unbekannt

Calw - Die bevorstehende Sanierung der Deponie oberhalb von Hirsau bewegt die Gemüter immer mehr. Nicht nur, weil am Freitagabend in Calw eine "Bürgerinitiative Tälesbach-Deponie – für eine umweltgerechte Sanierung!" gegründet werden soll.

Hinter dieser Initiative stehen, wie berichtet, die lokalen Sektionen von BUND sowie NABU, der Verein Württembergische Schwarzwaldbahn (WSB) sowie die Kreis- und Ortsverbände von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Aber auch der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Blenke und die CDU-Vorsitzenden Cathrin Wenger-Ammann (Calw), Heinz Ossmann (Bad Liebenzell) und Tobias Giese (Althengstett) haben sich jetzt im Vorfeld der Gründungsversammlung am heutigen Freitagabend ab 18 Uhr im Andreähaus in Calw zu Wort gemeldet. An eine Beteiligung an der Bürgerinitiative denken sie aber nicht.

"Unsere Partei bietet bereits eine hervorragende Plattform, die Interessen der Bürger auch in dieser Angelegenheit zu vertreten. Wir werden den Entscheidungsprozess der Verwaltung konstruktiv begleiten und für interessierte Bürger ein offenes Ohr haben", heißt es in einer Presseerklärung dazu.

Hohes Risiko für Ökologie

Die CDU-Mandatsträger zeigen sich von der Notwendigkeit der Sanierung überzeugt und verweisen auf das hohe Risiko für Ökologie sowie Standfestigkeit des Hangs. Gleichzeitig müsse darauf geachtet werden, dass die Belastung der Bevölkerung durch die Materialanlieferung so gering wie möglich gehalten werde. Bezüglich des Transports betonen sie, dass eine Anlieferung über die Schiene besonderen Charme habe. "Wir begrüßen es ausdrücklich, dass das Landratsamt diese Möglichkeit überprüfen lässt", so die vier CDU-Vorsitzenden. Sollte sich jedoch ergeben, dass ein Transport über die Straße nötig ist, müsse im Interesse der Anlieger alles getan werden, um mit möglichst wenig Materialanlieferungen auszukommen.

Der WSB plädiert dagegen einzig und allein für den Transport des Auffüllmaterials auf der Schiene. ."Dazu muss man nicht die ganze Strecke von Weil der Stadt aus herrichten", so Vorsitzender Hans-Ulrich Bay. Er spricht sich dafür aus, dass das Material über die Strecke der Kulturbahn von Horb oder Pforzheim her transportiert wird. Zwar hat ein Vertreter des Sanierungsmanagements der Deutschen Bahn AG vor dem Calwer Gemeinderat behauptet, dies ginge nicht. Doch das wollen die Vereinsleute nicht akzeptieren.

"Wenn man auf die Randzeiten vor Beginn des Taktverkehrs der Kulturbahn und nach dessen Ende ausweicht, funktioniert das", sagt Hans- Joachim Knupfer, der Schriftführer des Vereins.

Auch für die Reststrecke von Calw zur Deponie von knapp vier Kilometern haben die WSB-Leute klare Vorstellungen. Es genüge, die alten Holzschwellen gegen ge- brauchte aus Stahl und Beton zu ersetzen. Dafür benötige man für die vier Kilometer rund eine Million Euro.

Von Hans-Jürgen Hölleund Bettina Bausch

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