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Calw Südflügel-Sanierung schreitet voran

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So soll das Maria von Linden-Gymnasium aussehen, wenn die Sanierung abgeschlossen ist. Foto: 21-arch GmbH

Calw-Stammheim - Der Aussschuss für die Sanierung des Maria von Linden-Gymnasiums traf sich jüngst am Ort des Geschehens um sich selbst ein Bild vom Fortschritt zu machen.

Das bisherige "Sanierungsgebiet" Südflügel, der erste Bauabschnitt, verbirgt sich hinter einer Baustellenwand. Durch das Foyer des Maria von Linden-Gymnasiums (MvLG) betreten die Ausschussmitglieder die Baustelle. Etwas kühl ist es hier, was daran liegt, dass die Räume nach außen hin noch größtenteils ohne Scheiben sind. Diese seien zwar bereits geliefert worden, erläutert Projektleiter Heinrich Hohmann vom Architekturbüro 21-arch GmbH, jedoch noch nicht eingebaut. Kälte dringt auch von dem offenen Lichthof in die Baustelle. Ist die Sanierung abgeschlossen, wird dieser mit Glasscheiben ausgekleidet – mit dem Ergebnis eines lichtdurchfluteten Südflügels. Künftig wird dort ein multifunktionales Klassenzimmer zusätzlich verortet sein. Multifunktional deshalb, weil man es gänzlich offen lassen oder wie ein normales Zimmer schließen könne, je nach Bedarf, erläutert Hohmann.

Die Decken liegen noch frei. Hier muss einiges in Hinblick auf den Brandschutz ausgebessert werden. Überhaupt scheint der Brandschutz eines der bestimmenden Themen einer derart großen Baustelle zu sein. So kommen zum Beispiel auch die Holzverkleidungen an den Unterseiten der Treppen im Eingangsbereich weg. "Die brennen ja wie Zunder", gibt Hohmann auf Rückfrage eines Ausschussmitglieds zu Bedenken. Natürlich halte man sich an alle Vorschriften, versuche aber dennoch, das Thema pragmatisch anzugehen.

Reinigen und ausbessern

Die Sanitärinstallationen für den Südflügel seien bereits abgeschlossen, ebenso die Heizungsanbindungen. Zukünftig soll wesentlich weniger Platz für Heizkörper gebraucht werden, meint der Projektleiter. Durch eine starke Dämmung sei gewährleistet, dass das Schulgebäude auch langfristig energieeffizient genutzt werden könne, betont er.

Die Türzargen, also Türrahmen, boten des Öfteren Stoff für Diskussionen in diversen Gremien. Und auch an diesem Abend musste Hohmann die Entscheidung rechtfertigen, es trotz der umfassenden Sanierung bei den alten Zargen zu belassen. Der Grund dafür: "Es wäre kein kontrollierter Ausbau möglich", erklärt der Projektleiter. Die Folge könnten schwerwiegende Schäden an den Wänden sein. Ganz abgesehen von den Kosten, die, wie er bei der späteren Präsentation ausführt, bei neuen Zargen gut und gern drei Mal so hoch wären. Daher habe man sich dafür entschieden, die alten im Gebäude zu belassen, sie zu reinigen, aufzuhübschen und auszubessern. "Die Türzargen sind das am meisten belastete Bauteil", warf Hausmeister und Ausschussmitglied Hans-Jürgen Wimbert ein. Schüler pflegten im Allgemeinen, die Türen nicht zu schließen, sondern zuzuknallen. Offenbar muss man in vielen Bereichen als Planer bedenken, dass Vandalismus immer wieder ein Problem darstellt. Das wird bei der Ausschusssitzung deutlich. Ob es nun um Seifenspender geht, um Handtücher oder um die Außenfassade.

Diese wird nach der Sanierung in einem dunklen Rot erstrahlen. Schon zu Weihnachten sollen die ersten roten Fassadenteile zu sehen sein, kündigt Hohmann an. Im Innern des MvLGs gibt es zwar ein einheitliches Gestaltungskonzept, das wird aber in jedem Flügel in einer anderen Farbe umgesetzt. Gelb für das Foyer, Rot, Blau und Grün für die drei anderen Bereiche. Die Sichtsteinmauern in den Gängen werden erhalten aber gereinigt und imprägniert, sagt der Projektleiter. Auf Anregung von Udo Raisch (CDU) werde man aber die Preise für einen abwaschbaren Kunststoffbelag abfragen, verspricht er. Der Boden und auch die Stufen des Foyers sollen mit hellgrauem Stein ausgelegt werden. In Kombination mit der weißen Decke aus Leichtbauholzwolle solle so eine helle Atmosphäre entstehen.

Insgesamt laufen die Sanierungsarbeiten bisher weitestgehend nach Plan, "nur kleinste Verzögerungen" habe man zu beklagen, meint Hohmann. Nach Kostensteigerungen bevor die Arbeiten überhaupt begonnen hatten, sehe es derzeit danach aus, als würde das zweite Vergabepaket im bisherigen Kostenrahmen bleiben. "Es besteht die Hoffnung, dass wir für den ersten Bauabschnitt keine weiteren Kostensteigerungen haben", meinte Bernd Biederstädt vom Ingenieurbüro Klotz und Partner. Lediglich die Leitungen unterhalb des Gebäudes böten immer ein gewisses Risiko.

Der Schulbetrieb laufe trotz der Arbeiten reibungslos, bestätigt Hohmann.

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