Beim Stadfest 2013 marschierten die Musikkapellen Calw, Stammheim und Altburg gemeinsam ein. Foto: Archiv Fritsch

Freier Eintritt zum Stadtfest. Mittelalterlicher Markt am oberen Marktplatz. Jugendprogramm rund um den Brühl.

Calw - Noch bibbern viele in der winterlichen Kälte. Da steckt Jürgen Rust zusammen mit Wirtschaftsförderin Tilla Steinbach und Christine Oertl vom Fachbereich Bildung, Kultur, Tourismus schon mitten in den Vorbereitungen für das Calwer Stadtfest im Sommer.

Zuletzt 2013

Es wird so langsam Zeit, mal wieder eines zu feiern. Das bislang letzte 2013 ist immerhin vier Jahre her. An sich soll es alle drei Jahre eins geben. Demnach also 2016. Damals ging die Stadt noch davon aus, dass in diesem Jahr die Rathaus-Sanierung abgeschlossen sein wird. Doch dem ist nun mal nicht so (wir berichteten). Deswegen wird das Stadtfest allerdings nicht noch einmal verschoben und findet nun vom 7. bis 9. Juli statt.

Schon im Sommer 2016 fand die erste Besprechung mit etwa 50 Vereinsvertretern statt, berichtet Organisator Jürgen Rust, der auch für Wochen- und Weihnachtsmarkt verantwortlich ist. Schnell war klar, dass sich das Stadtfest in einem neuen Gewand präsentieren wird. Das schon deshalb, so Rust, weil es nach altem Muster nicht mehr gegangen wäre. "Das hätten wir nicht mehr hingekriegt." Dies hänge vor allem mit strengeren Sicherheits- und Hygienevorschriften zusammen.

Das Stadtfest hat das Motto "Calw im Wandel der Zeit". Dabei wird, so weit sich das nach den bisherigen Planungen sagen lässt, ein Bogen vom Mittelalter bis in die Hippie-Zeit gespannt.

Die ersten Pflöcke sind eingeschlagen. Es gibt einen mittelalterlichen Markt. Wie schon die Hirsauer Ritterspiele 2016 wird Fabula Corvinus aus Haiterbach Veranstalter sein. Dieser Markt mit Händlern, Wirten und Gauklern ist rund um die Stadtkirche, in Teilen der Altburger Straße, dem oberem Marktplatz sowie in der Postgasse zu finden.

Insgesamt soll das Stadtfest zu einer Zeitreise werden. Da haben sich Vereine und Gastronomen schon mit vielen Ideen eingebracht, die es nun seitens der Organisatoren zu koordinieren gilt. Mit eingebunden werden zwei Partnerschaftsjubiläen: 60 Jahre mit Latsch in Südtirol, 20 Jahre mit Weida in Thüringen.

Wie schon beim Weihnachtsmarkt achtet Rust auf Qualität. Dazu zählen ein vielfältiges gastronomisches Angebot, ein wertiges Erscheinungsbild und ein ansprechendes Rahmenprogramm. Daran soll sich auch die Musik orientieren. Die sollte, auch wenn sich das nicht überall durchsetzen lassen wird, möglichst ohne Strom auskommen. Die Jugend wird vor allem rund um den Brühl feiern, wo auch die Fahrgeschäfte platziert werden.

Freier Eintritt

Der Eintritt zum Stadtfest ist frei. Die Finanzierung erfolgt über einen städtischen Zuschuss, der vom Gemeinderat bereits abgesegnet ist, und über die Standgebühren. Die Tarife sollen sich an denen von 2013 orientieren und sind, laut Rust, moderat gestaltet, um den Vereinen einen Gewinn zu belassen. Das Stadtfest beginnt am Freitag, 7. Juli, um 17 Uhr. Schluss ist am Sonntag, 9. Juli, um 18 Uhr. Am Freitag und Samstag endet die Musik um 24 Uhr, der Ausschank um 1 Uhr. Es werde, so Rust, streng darauf geachtet, dass diese Zeiten eingehalten werden.

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