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Calw Sri Lanka künstlerisch kennengelernt

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Bei der Vernissage für die Ausstellung von Schülerarbeiten gestaltete der Künstler Jayantha Gomes mit den Schulkindern einen fröhlichen Abschluss seiner Projekte. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Bettina Bausch

Calw. Von wegen geistreiche Worte, mit denen die Besucher einer Vernissage detailliert in die Art der gezeigten Kunst eingeführt werden. Bei der Eröffnung einer Ausstellung von Kinderarbeiten ging es ganz anders zu.

Der Künstler Jayantha Gomes hatte in den vergangenen Wochen in verschiedenen Calwer Schulklassen Projekte mit Kindern verwirklicht (wir berichteten). Jetzt stellten die kleinen Künstler ihren Angehörigen und anderen Interessierten in der Aula die Ergebnisse vor.

Dies geschah mit einem kindgerechten Programm, das eine heitere, lockere Stimmung im Saal erzeugte und sich zu einem regelrechten Projekt-Abschlussfest entwickelte. Dabei tanzten die Kinder, spielte die Gruppe Jayantha and the Clan flotte Rhythmen, und Dagmar Jonas gab Kostproben auf der Sitar.

Gomes hatte sich unter dem Motto "Talent" mit den Kindern mit den Themen Hermann Hesse und Sri Lanka beschäftigt. Die Schüler hatten zunächst Berichte und Erzählungen gehört, musiziert und Bilder gesehen und dies alles dann künstlerisch verarbeitet. Die Ergebnisse wurden in persönlichen Mappen gesammelt. Gestaltet wurde auf den Bildern Typisches von Sri Lanka wie Elefanten, Schmetterlinge, idyllische Landschaften und Sonnengesichter. Kunstvolle singhalesische Schriftzeichen waren darunter. Auch den Klang der Sprache des Landes, das Hesse vor 100 Jahren besuchte, haben die Kinder jetzt im Ohr. Sie lernten einige Zahlen und den dortigen landestypischen Gruß "Ich wünsche dir ein langes Leben". Sie können jetzt sogar ihren Vornamen mit singhalesischen Schriftzeichen schreiben.

Gomes legte Wert auf das Thema Freiheit. "Was ist für euch Freiheit ?" fragte er die Kinder. Es kamen Antworten wie: "Spielen im Freien", "spazieren gehen" oder "Fußball spielen". "Für Kinder in Sri Lanka ist es schon Freiheit, wenn sie etwas zum Schreiben in die Hand bekommen", erläuterte der Künstler mit Blick auf die Armut in seinem Heimatland.

Die Projekte in der Grundschule Hirsau, der Bohnenberg-Grundschule Altburg und der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Wimberg waren vom Verein ObenAuf und der Stadt Calw finanziert worden. "Ich finde es beeindruckend, was Gomes den Kindern in wenigen Wochen vermittelt hat. Das Projekt förderte ihre Sprachbildung, ihre künstlerischen Fähigkeiten und die Persönlichkeitsentwicklung", lobte Helmut Wagner, der Geschäftsführer von "ObenAuf". Lehrerin Kristina Seidel von der Wimbergschule freute sich, dass die Eltern dem Projekt spontan zugestimmt hatten. "Die Kinder waren alle begeistert", berichtet die Mutter Andrea Rimac. Dies zeigte sich daran, dass die kleinen Künstler ihren Angehörigen stolz die Mappen mit ihren Zeichnungen und Berichten zeigten, die sie jetzt nach Hause nehmen durften.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte der Künstler auch seinen Kunstkalender für das Jahr 2013 vor. Für jeden Monat hat er eine Federzeichnung gestaltet und einen aussagekräftigen Spruch dazugestellt.

 

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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