In den Umkleidekabinen sind gestern die Trocknungsgeräte aufgestellt worden. Foto: Hölle

Hallenboden muss zum Teil ausgetauscht werden. Stadt lädt zu außerplanmäßiger Belegungsrunde ein.

Calw - Es kam, wie es kommen musste: Die Walter-Lindner-Sporthalle wird  wegen des Wasserschadens, der in der vergangenen Woche festgestellt wurde, mit sofortiger Wirkung gesperrt. Wie berichtet,  war aus einem abgeplatzten Schlauch der Fußbodenheizung Wasser ausgelaufen, das dem Hallenboden und darüber hinaus Böden sowie Wänden im Umkleidebereich zugesetzt hat. 

Die Schadensursache wurde umgehend behoben. Die Auswirkungen  wurden   unter Hinzuziehung von Spezialisten  untersucht. Sachverständige ermittelten das Schadensbild. Und Volker Goedel, der Leiter des städtischen Hochbauamts hatte recht –  er hätte wahrscheinlich gerne darauf verzichtet: »Es dürfte schwierig bis fast unmöglich sein,   den Boden zu trocknen«, hatte er in der vergangenen Woche gesagt. Genau das haben die Untersuchungen ergeben.

Betroffen sind neben den Umkleidekabinen, wo gestern Trocknungsgeräte aufgestellt wurden, die Hallenteile A, B und C. Knapp ein Viertel des gesamten Bodens muss ausgetauscht  werden. Wenigstens ist die Schadenshöhe überschaubar:  Von etwa 100.000 Euro geht Goedel derzeit aus.

Die Stadt muss nicht dafür aufkommen, weil es sich um einen Gewährleistungsfall  handelt. Der betroffene Generalunternehmer, die Firma Brodbeck aus Metzungen,  und  dessen Subunternehmer, sind natürlich informiert worden. Aber die Halle muss für die kommenden Wochen auf jeden Fall geschlossen werden. 

Arbeiten dauern vier bis fünf Wochen

Der Fachbereichsleiter Bildung, Kultur, Tourismus bei der Calwer Stadtverwaltung, Hans-Martin Dittus, hat deswegen gestern an alle Schulen in Calw eine E-Mail verschickt, in der dieser Schritt erläutert wird.  Demnach sind, nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen sind, die Hallenteile 1 bis 4  mit sofortiger Wirkung, also ab Donnerstag, 6. März,  geschlossen. Der Gymnastikraum kann ebenso wie die in dessen Nähe liegenden Umkleideräume und Sanitärbereiche weiter genutzt werden.

Mit den Vorbereitungen für den Teilausbau des Hallenbodens wurde gestern gleich begonnen. Die Arbeiten werden etwa vier bis fünf Wochen dauern. Das heißt, dass die Halle bis zu den Osterferien auf jeden Fall gesperrt sein wird.

Wie Dittus den Schulen, die die Halle nutzen,  weiter mitteilte, muss für diesen Zeitraum  ein Notfallplan aufgestellt werden. Der Ausfall der  Sporthalle lasse sich nicht ausschließlich durch organisatorische Maßnahmen der Betroffenen ausgleichen.

Am kommenden Montag, 10. März, findet im Verwaltungsgebäude in der Bahnhofstraße 28 deswegen eine außerplanmäßige  Sportstättenbelegungsrunde statt.  Aber auch der Vereinssport ist  betroffen. TSV-Geschäftsführer Benjamin Stoll arbeitet, wie er gestern unserer Zeitung gegenüber mitteilte, ebenfalls an einem Notfallplan.

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