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Calw "Spektakulär, was uns hier geboten wird"

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Mit hochkarätiger Musik feierten die Calwer Jazzfreunde das zehnjährige Bestehen der Reihe "Jazz am Schießberg". Fotos: Bausch Foto: Schwarzwälder-Bote

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Da staunten die Besucher des Konzertes der Veranstaltungsreihe "Jazz am Schießberg" am Freitag nicht schlecht. Pünktlich zum zehnten Geburtstag hatte sich zum Eröffnungskonzert der Feierlichkeiten ein Aufzeichnungsteam des Südwestrundfunks (SWR) eingefunden.

Calw. Dies vor allem auch deshalb, weil der Schlagzeuger der am Freitagabend musizierenden Formation, Christian Lillinger, den mit 15 000 Euro dotierten diesjährigen SWR-Jazzpreis erhält.

Auch an diesem Abend gab der Preisträger sein Bestes und glänzte im Spiel des Trios Dell/Lillinger/Westergaard als Ideengeber von mitreißender Dynamik. Die hochkarätige Formation brachte selten zu hörende avantgardistische Musik mit experimentellem Charakter mit den Instrumenten Vibrafon, Schlagzeug und Bass zu Gehör.

Seit nunmehr zehn Jahren gibt es in Calw die musikalische Reihe "Jazz am Schießberg". Was einst als zartes Pflänzchen begann, hat sich inzwischen zu einer kraftvollen, gesunden Pflanze entwickelt. Am Wochenende feierten die rührigen Calwer Jazzfreunde dies mit einem Symposium und zwei hochkarätigen Konzerten.

In den vergangenen zehn Jahren haben die Calwer Musikfreunde mehr als 100 hochkarätige Jazzkonzerte mit Künstlern von Weltniveau nach Calw geholt. Urs Johnen, der heute 35-jährige Begründer der Veranstaltungsreihe, blickte im Gespräch mit unserer Zeitung zurück auf die wechselvolle Geschichte der Jazzveranstaltungen.

Gleich zu Beginn Sponsoren gefunden

Gleich zu Beginn fanden Johnen und seine Calwer Jazzfreunde einige örtliche Sponsoren und konnten sich damit gerade so finanziell über Wasser halten. Es folgten weitere Organisationsformen wie eine Schulfirma des Hermann Hesse-Gymnasiums unter der Leitung des Musiklehrers Philipp Ratz. Auch Gymnasiallehrer Werner Gann sowie Sybille und Matthias Körholz waren unverzichtbare Helfer der Aufbauphase. Vorübergehend wurde auch die Organisationsform Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) genutzt.

Seit Beginn dieses Jahres sind die renommierten Jazzveranstaltungen eingebettet in den neuen, kreisweiten Verein "StadtLandKultur", der auch noch andere Zweige künstlerischer Arbeit betreut.

Die soziokulturelle Arbeit des noch jungen Vereins wurde gestärkt durch das ehrenamtliche Engagement vieler örtlicher Kunstfreunde. Die Veranstaltungsreihe sei auf gutem Wege, wenn auch finanziell noch nicht ganz in trockenen Tüchern, so Initiator Johnen. "Die Stadt Calw unterstützt uns mit einer kleinen Summe und durch die kostenlose Überlassung von Räumen", hob der Kulturmanager hervor.

Jetzt hofft Johnen auf noch mehr Unterstützung durch die Stadt und den Landkreis. "Mit viel Ehrenamt und Improvisation hat es bisher immer geklappt", resümierte Johnen. Bei dem derzeitigen Geschäftsführer der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) ist der "Jazz am Schießberg" in besten Händen.

Feierlichkeiten mit Symposium fortgesetzt

"Wir kämpfen unter anderem für eine faire Entlohnung der Jazzmusiker", unterstreicht der Kulturmanager. Wenn er auch derzeit im fernen Berlin lebt, hat er die hiesigen Jazzveranstaltungen doch immer fest im Blick.

Die Feierlichkeiten wurden am Samstag mit einem Symposium fortgesetzt. Die Kulturfreunde gingen vor allem der Frage nach, wie kulturelle und künstlerische Angebote zu einem friedlichen Miteinander beitragen können. Bei den Praxisworkshops – wie Malen oder Gestalten mit Kupferdraht – waren auch derzeit in der Region lebende Flüchtlinge vertreten.

Das ambitionierte Jubiläumsprogramm endete mit einem exzellenten Konzert des renommierten Pablo Held Trios, einer der lebendigsten und bedeutendsten Formationen des europäischen Jazz. Die jungen Musiker spielten unter anderem auch anspruchsvolle Eigenkompositionen des Pianisten und Komponisten Pablo Held, die die begeisterten Zuhörer völlig in ihren Bann zogen. "Es ist spektakulär, was uns hier in Calw geboten wird. Man braucht nicht wegzufahren, um beste Musik hören zu können", freute sich Besucherin Ursula Rühle.

 
 

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