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Calw Spagat zwischen Krisenmanagement und Animation schaffen

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Matthias Heidenreich freut sich schon darauf, die Schüler wiederzusehen. Foto: MvLG Foto: Schwarzwälder Bote

Calw-Stammheim. Matthias Heidenreich ist seit 100 Tagen Schulleiter des Maria-von-Linden-Gymnasiumns (MvLG). Im Gespräch blickt er zurück auf den Spagat zwischen Krisenmanagement und Animation.

Wie haben Sie sich in die Abläufe des Amtes eingearbeitet?

Durch meine 24-jährige Tätigkeit am MvLG, in der ich alle Personen, Kooperationspartner und Abläufe kennengelernt habe, und durch die enge Zusammenarbeit mit meinem Schulleitungsteam, dem Sekretariat, dem Hausmeister und der Stadt Calw, würde ich die Einarbeitung als gelungen bezeichnen wollen. Was die Zusammenarbeit sehr angenehm macht, ist die Tatsache, dass wir alle das gleiche Ziel haben, nämlich die Schule weiterzuentwickeln und dabei alle Mitglieder der Schulgemeinschaft im Blick zu haben.

Inwiefern hat Corona ihre ersten Amtstage geprägt?

Herausfordernd war sicher die erste Schulschließung im Oktober, da hier in wenigen Stunden weitreichende Beschlüsse für die gesamte Schulgemeinschaft getroffen werden mussten. Die positiven Rückmeldungen zum Onlineunterricht der Eltern, aber auch der Schüler haben uns aber bestärkt und gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass unsere Bemühungen um einen guten Fernunterricht Früchte tragen. Auch das schnelle Reagieren auf die immer neuen Coronaverordnungen hat die ersten 100 Tage geprägt. Auch der Tag der offenen Tür im Februar wird aufgrund der Umstände dieses Jahr zum ersten Mal digital ver­laufen, was für uns Neuland ist.

Stichwort Digitalisierung – welche Rolle spielte diese in den ersten 100 Tagen?

Zu Beginn des Schuljahres durften wir ja unseren ersten renovierten Trakt wieder in Betrieb nehmen, der mit digitalen Tafeln ausgestattet wurde. Lehrerfortbildungen zu Beginn des Schuljahres haben den Kollegen einige der Möglichkeiten gezeigt, die diese neue Technik bereithält. Dennoch bleiben wir durch weitere Schulungen und durch einen geplanten pädagogischen Tag zum Thema "Digitalisierung und Medien am MvLG" am Ball, um uns weiter fortzubilden, um aber vor allem auch pädagogische Fragen im Umgang mit den digitalen Medien zu klären.

Neben Corona belastet ja auch eine Großbaustelle den Schulbetrieb

Da die Bauarbeiten reibungslos laufen und komplett im Zeitplan liegen, ist die Belastung vertretbar. Zudem kann man an dem renovierten Trakt sehen, was wir zukünftig in allen Klassenzimmern erwarten dürfen. Die neu eingebauten Lüftungsanlagen mit CO2-Filtern sind gerade in jetzigen Zeiten wertvoll.

In Ihrer Antrittsrede sprachen Sie davon, dass Sie "begeistern, gestalten und als Vorbild vorangehen wollen", in diesen Zeiten sicher nicht immer leicht.

Gerade diese Zeiten bringen neue Ideen hervor. So haben wir uns entschlossen, dass wir am MvLG, da alle Freizeitveranstaltungen für die Schülerinnen und Schüler in der Vorweihnachtszeit wegfielen, eine eigene MvLG-Weihnachtswelt gestalten. Dazu gehörte ein digitaler Adventskalender, der, zumindest so lange, wie die Schule noch geöffnet war, hauptsächlich analoge Überraschungen von Klassen für Klassen, von Lehrern für Schüler oder von AGs oder anderen Gruppierungen für die Schulgemeinschaft bereithielt. Ein Video, das die Religionsfachschaft mit Schülern gedreht hat, wurde über 1000 mal geteilt, ein Zeichen, dass positive Weihnachtsbotschaften von großer Bedeutung sind.

Wie sehen Sie den nächsten Monaten entgegen?

Wir freuen uns, wenn wir unsere Schüler bald alle wieder im Präsenzunterricht am MvLG wiedersehen können. Bis dahin haben wir unseren Schülern eine "Hausaufgabe" aufgegeben: zu Hause den Tanz der "Jerusalema-Challenge" zu üben, da wir, wenn wir alle wieder in der Schule sein dürfen, mit einem Video an dieser Challenge teilnehmen wollen. Somit hoffen wir, dass wir auch neben dem Online-Unterricht das Gemeinschaftsgefühl weiter bestärken können. Von dem her bleibe ich weiter positiv und optimistisch.

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