Foto: Thomas Fritsch

Auch bei zweiter Auflage macht Regen Veranstaltern Strich durch die Rechnung. Trotzdem Neuauflage 2018.

Calw - Erneut machte das Wetter der Calwer Sommernacht einen Strich durch die Rechnung.

Das Wochenende hätte so schön sein können: 30 Tonnen Sand am Unteren Ledereck, bequeme Liegen, zahlreiche Veranstaltungen. Doch das, was die Calwer Sommernacht zu einem Erfolg machen sollte fehlte: Die Sonne.

Der Calwer Gewerbeverein gab sich große Mühe, zeigte den neuesten "Tatort Calw" sowie die Dokumentation "Auf den Spuren der württembergischen Schwarzwaldbahn", organisierte eine Nachtwächterführung, gab die Möglichkeit den Kirchturm zu besichtigen. Kurzum: Für jeden war etwas geboten.

Schon am Freitag, bei dem mit der langen Einkaufsnacht der Calwer Einzelhandel im Mittelpunkt stehen sollte, verirrten sich nicht allzu viele Besucher nach in die Hesse-Stadt. Ausgerechnet kurz nach Beginn um 19 Uhr ging ein heftiger Schauer nieder. Da dürfte sich, so glaubt Jürgen Ott, doch mancher entschieden haben, zu Hause zu bleiben. Angesichts des Wetters, das sich später ja wieder beruhigte, waren die Besucherzahlen ganz okay, meinte der Vorsitzende des Calwer Gewerbevereins gegenüber unserer Zeitung. Gleichwohl sei der Andrang jedoch weit unter den Erwartungen geblieben.

Beach beliebter Treffpunkt

Der wohl beliebteste Treffpunkt dürfte der Beach am Unteren Ledereck gewesen sein. Immerhin, so erfuhr Ott von der ENCW, die am Freitag dort die Bar bewirtschaftet hatte, wurden insgesamt 140 Cocktails ausgeschenkt – 100 mit und 40 ohne Alkohol. Zu den Filmvorführungen waren laut Ott immerhin 40 bis 50 Zuschauer gekommen.

Am Samstag, als dann die Gastronomen der Stadt zum Zuge kommen sollten, war das Wetter dann noch schlechter – und entsprechend noch weniger los. Viele Wirte haben dann nicht das angeboten, was sie ursprünglich angekündigt hatten. Wofür Ott durchaus Verständnis zeigte. Denn so mancher Gastronom benötigte für sein Angebot eine stundenlange Vorbereitung. Und ließ es dann wegen der schlechten Wettervorhersagen dann doch lieber bleiben.

"Jetzt haben wir zum zweiten Mal Pech gehabt", meinte Ott, hatte doch im vergangenen Jahr, als es nur eine Nacht angesetzt war, ein Unwetter das Fest gar nicht erst stattfinden lassen. Man werde es, geht es nach Ott, im nächsten Jahr wieder versuchen – aller guten Dinge sind drei. Und dann vielleicht eine Calwer Regennacht feiern ...