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Calw Social Media: viel Lob für wenig Anstrengung

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Die Heinrich Immanuel Perrot Realschule Calw (HIP) hat jüngst im ­Rahmen eines Themenabends über die digitale Lebenswelt der Kinder informiert.

Calw. "Das Smartphone ist im Alltag vieler Kinder und Jugendlicher angekommen. Gleichzeitig herrscht eine große Unsicherheit und Unwissenheit über die Gefahren, aber auch über den Umgang mit dieser virtuellen Welt", erklärt Anna-Lena Jörlitschka aus dem Schulleitungsteam einleitend zum Themenabend.

Unrealistische Filter

Soziale Netzwerke und digitale Spiele seien ein fester Bestandteil der Lebenswelt vieler Kinder und Jugendlicher. Im Vortrag "Was machst du da eigentlich in der digitalen Welt?" gab der Referent Fabian Karg, der zugleich Referatsleiter des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg ist, über Fortnite, Instagram und Co. einen Überblick. Die rund 70 anwesenden Eltern waren überrascht und verwundert. "Die virtuelle Welt bietet zahlreiche Möglichkeiten, aber auch einige Risiken für die Kinder", meinte Karg. Er präsentierte dabei seinen eigenen Fortnite Avatar in Form der "Samsung-Skin" und der "Marshmello-Skin".

Karg weiter: "Würden die Kinder meinen Avatar sehen, hätte ich sofort ihre Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Jugendlichen messen und vergleichen sich mit ihren eigenen Avataren und Profilen und bekommen sehr viel Lob und Anerkennung – manchmal zu viel Lob für zu wenig Anstrengung." Daher sei es nicht verwunderlich, dass die Kinder und Jugendlichen Fotos von sich, überladen mit unrealistischen Filtern, beispielsweise auf Instagram hochladen und auf "Likes" und "Follower" warten.

Das Ziel des Themenabends war es, Eltern für die Problematiken der Anerkennung und der damit verbundenen Beschäftigung der Kinder auf solchen Online-Plattformen zu sensibilisieren. Auch Fragen danach, wie die Mechanismen hinter diesen Plattformen funktionieren, wurden veranschaulicht. So sei Fortnite zwar zunächst ein kostenloses Spiel, jedoch erwirtschafteten die Betreiber des Online-Games über zusätzliche kostenpflichtige Inhalte mehrere Millionen Euro. Zudem habe das Spiel aufgrund der Anschaulichkeit und der Variabilität entsprechendes Suchtpotenzial, erklärte Karg.

Da sich Kinder und Jugendliche oft missverstanden fühlten, sei es für Eltern unerlässlich, sich mit dieser digitalen Lebenswelt zu beschäftigen. "Nichts ist so wichtig, wie ein Gleichgewicht zwischen dem begründeten Verbot und einem vertrauensvollen Zulassen im WorldWideWeb zu ermöglichen", so Karg abschließend.

Der Vortrag fand große Zustimmung bei den anwesenden Eltern und Interessierten. Die Einnahmen des Abends kommen als Spende zu gleichen Teilen dem Förderverein der Heinrich Immanuel Perrot Realschule Calw und dem Bündnis gegen Cybermobbing Karlsruhe zugute.

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