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Calw So was hat Alexander Klaws noch nie gesehen

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Alexander Klaws (rechts) und seine "Musicalpeople"-Kollegen begeisterten das Hirsauer Publikum. Foto: Fotos/Montage: Fritsch

Calw-Hirsau - Beim Auftritt der "Musicalpeople" mit DSDS-Sieger Alexander Klaws drängt sich eine Frage auf: Passt ein Castingshow-Gewinner zum Calwer Klostersommer? Schließlich kommen zur Konzertreihe vor allem "alte Hasen" der Musikbranche.

Auch nach zwei Stunden sind die rund 900 Zuhörer kein bisschen müde. Obwohl sie schon zu Hits aus den Musicals wie "Thriller" oder "Abba" getanzt und geklatscht haben, bewegen sie auch zur Rockhymne "We are the Champions" ihre Arme erst nach links, um sie anschließend in die entgegengesetzte Richtung zu schwenken.

Was dabei auffällt: Auch die Arme junger Leute, die kaum älter sind als der "Queen"-Titel selbst, schlenkern zum Takt fleißig mit. Dass sich an diesem Abend Jüngere unters Publikum gemischt haben, liegt wohl unter anderem an Alexander Klaws.

Der 28-Jährige gewann im Jahr 2003 die erste Staffel der Casting-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) und wurde damit schlagartig berühmt. Mittlerweile hat er fünf Alben veröffentlicht, spielte im Musical "Tanz der Vampire" sowie in der Sat.1-Telenovela "Anna und die Liebe". Seit 2008 verkörpert er die Rolle des Tarzans im gleichnamigen Musical. Viel erlebt hat der Musicaldarsteller in den vergangenen neuneinhalb Jahren also – doch im Schwarzwald ist er bislang noch nicht aufgetreten, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung verrät.

Jetzt im Rahmen des Calwer Klostersommers gab er sein Schwarzwald-Debüt. Dabei zog ihn sogleich die traumhafte Atmosphäre der Hirsauer Klosterruinen in ihren Bann. "Sowas habe ich noch nie gesehen", schwärmt Klaws. Er wiederum – besser gesagt seine Stimme – hinterließ beim Publikum einen bleibenden Eindruck.

Im Duett "Sind die Sterne gegen uns?" (Aida) mit Sängerin Ana Milva Gomez, beweist er, wie gut er seine Stimme beherrscht. Auch der von ihm gesungene Michael-Jackson-Titel "Men in the Mirror" (Thriller) steht dem Original in nichts nach. Er reiht sich nahtlos in die erste Garde der an diesem Abend aufgetretenen Musicalsänger Ana Milva Gomes, David Michael Johnson sowie Brigitte Oelke ein. Zur ersten Riege der "Musicalpeople" zählt er zu Recht.

Dies sehen auch die Besucher so. "Er passt hier heute gut rein", ist die 22-jährige Sarina aus Calw überzeugt. Die 23-jährige Anja aus Wildberg-Effringen ist sogar überrascht, dass der Darsteller so viele Songs zum Besten gibt: "Ich habe gedacht, er singt nur ein Lied und verschwindet dann gleich wieder." "Seine Stimme ist sehr gut. Er hat große Fortschritte gemacht", meint eine 72-jährige Schweizerin, die seinen Auftritt in Hirsau mit denen vor neuneinhalb Jahren bei DSDS vergleicht. Doch einen Kritikpunkt hat sie: "Er hätte sich besser anziehen können."

Der Musicaldarsteller trägt an diesem Abend in der ersten Hälfte eine blaue Jeans, dazu eine braun-schwarz gestreifte Weste. Im zweiten Teil kombiniert er eine ebenfalls blaue Jeans mit einem schwarzen, durch wenige Glitzersteine verzierten Hemd. Im Vergleich zu seinen Kollegen wechselt er kaum das Outfit. Die anderen drei Sänger ziehen sich beinahe zu jedem Lied etwas Neues an. Sie schlüpfen beispielsweise in rot-, lila-, weiß- und blaufarbene Kostüme. Angesprochen darauf, erklärt Klaws lachend: "Ich bin nicht so der krasse Kostümwechsler. Das Hemd mit dem Glitzer muss reichen."

Dass auch nach fast zehn Jahren er immer noch mit DSDS in Verbindung gebracht wird, stört den 28-Jährigen indes nicht. "Mir hat das Glück gebracht", betont er. Allerdings sei es wichtig, sich ständig weiterzuentwickeln und sich nicht auf den Erfolgen auszuruhen: "Mein Ziel war es nicht, nur DSDS zu gewinnen."

Klaws hat sich weiterentwickelt, keine Frage. Überzeugte der Mädchenschwarm im DSDS-Finale 2003 wohl mehr mit seinem "Schwiegersohn-Charme", verleiht dieser heute seinen Auftritten "nur" noch das gewisse i-Tüpfelchen. Kritik am Kleidungsstil hin oder her, zwei Dinge sind festzuhalten: Zum einen können auch DSDS-Sieger große, beeindruckende Stimmen haben. Zum anderen hat Alexander Klaws hervorragend zum Calwer Klostersommer gepasst – und das nicht zuletzt, weil er auch junge Menschen anlockt.

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