Ein Schwimmtraining für Dackel – das gibt es momentan bei der Sektion Gäu-Schwarzwald des Dachshundklubs Württemberg und Hohenzollern 1895. Schwimmen können die Hunde zwar schon von klein auf. In den Unterrichtsstunden werden sie nun aber darauf trainiert, Gegenstände oder auch tote Vögel aus einem stehenden Gewässer zu bringen – und das möglichst ohne darauf herumzukauen. Wozu das Ganze? Die rund einjährigen Dackel haben bald ihre Begleithundeprüfung vor sich. Diese brauchen sie, um Jagdhunde werden zu dürfen. Da kann es durchaus vorkommen, dass ihr Jäger zum Beispiel eine Ente schießt, die ins Wasser fällt und die der Hund bergen muss. Würde er darauf herumkauen, wäre das Fleisch für den Menschen nutzlos. Für die Dackel in der Trainingsgruppe besteht die Herausforderung momentan aber eher darin, überhaupt ins Wasser zu gehen und die tote Ente, die zu Übungszwecken dient, zu apportieren. Einige springen begeistert hinterher, andere trauen sich sprichwörtlich nur mit einem Zeh in den Teich. Aber auch dafür werden die jungen Hunde von Besitzern und Trainern gelobt – das wichtigste sei nämlich, dass die Dackel mit dem Wasser etwas Positives verbinden, erklärt Erich Lörcher, der stellvertretende Vorsitzende der Sektion. Und tatsächlich: Einer der angehenden Jagdhunde nimmt seinen ganzen Mut zusammen und macht ein paar zögerliche Schritte ins Nass. Er schnappt sich die Ente und schwimmt mit ihr zurück. "Das ist immer ein wunderschönes Erlebnis", freut sich Lörcher über den unerwarteten Erfolg. Bei der Prüfung müssen die Hunde fünf Meter weit hinausschwimmen. Foto: Fritsch