Das Glasfaser-Netz soll wachsen. Alle zehn Calwer Schulen sind dann an die Hochgeschwindigkeits-Datenautobahn angeschlossen. Foto: Archiv: Büttner

Digitalisierung: Arbeiten in Heumaden abgeschlossen. Bis Oktober sollen Anschlüsse verlegt werden.

Calw - Glasfaserverbindungen für alle Calwer Schulen – damit das Realität werden kann, versorgen die Stadt Calw und die Sparkassen Informationstechnologie voraussichtlich bis Ende Oktober alle zehn Schulen mit den nötigen Anschlüssen. Jüngste Arbeiten an der Grund- und Werkrealschule Heumaden sind abgeschlossen.

Sechs der zehn Calwer Schulen sind bereits erschlossen, wie Jürgen Sautter, der Geschäftsführer der Sparkassen-IT vor Ort berichtete. Nach Heumaden geht es nun in Stammheim weiter. Sind die Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen, seien sie zukunftssicher versorgt.

Schnellerer Weg

Die verfügbaren symmetrischen Internetbandbreiten mit insgesamt vier Gigabit pro Sekunde seien laut Sautter durchaus mit den Internetanschlüssen großer Industriebetriebe zu vergleichen und künftig dank der Glasfasertechnologie an neue Anforderungen anpassbar.

Mit dem Projekt "Versorgung der Calwer Schulen" setzt sich die jahrelange Zusammenarbeit der Stadt mit der Sparkassen IT in Sachen Breitbanderschließung fort. Oberbürgermeister Florian Kling und Sautter waren sich nach ersten Gesprächen schnell einig, auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, die Glasfaservernetzung der Schulen mit großem Nachdruck voranzubringen. Nur eine breitbandige Vernetzung mit einem Gigabit-Internetanschluss gewährleiste künftig eine reibungslose digitale Kommunikation von Schülern und Lehrern. Außerdem wird das Verwaltungsnetz der Stadt Calw einbezogen, so dass auch die Verbindung zwischen Verwaltung und Schulen funktioniert.

Schulen sollen weiter ausgestattet werden

"In diesem Fall verzichten wir auf die komplizierte und bürokratische Landes-Glasfaser-Förderung, weil wir sonst noch über eineinhalb Jahre warten müssten", so Oberbürgermeister Kling. In Kooperation mit der Sparkassen IT habe sich die Stadt für den schnelleren Weg entschieden. Nun haben die Baumaßnahmen begonnen. Sind die Schulen an die schnelle Datenautobahn angeschlossen, ist mit der Digitalisierung aber noch lange nicht Schluss. "Der nächste Schritt ist die technische Ausstattung der Schulen", so OB Kling. "Wir müssen in Zukunft rund 2500 Computer anschaffen. Da sind die Endgeräte für Schüler noch nicht dabei." Dafür greift die Stadt aber auf einen Bundes-Fördertopf zu und beantragt Mittel aus dem "DigitalPakt Schule".

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: