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Calw Schüler holen sich schon "Insider-Tipps"

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Florian Bihler stellt sich in einem Übungs-Bewerbungsgespräch den Fragen der ehemaligen Personalleiterin Birigt van Rickelen. Foto: Rousek Foto: Schwarzwälder Bote

Wie verhält man sich bei einem Bewerbungsgespräch? Worauf achten Personaler? Fragen, die in der Schulzeit oft zu kurz kommen. Nicht so beim Maria-von-Linden-Gymnasium (MvLG). Dort findet zum dritten Mal eine Berufsberatung und ein Bewerbungstraining statt.

Calw-Stammheim. "Wie stellen Sie sich denn Ihren Arbeitsalltag vor?", fragt Birigt van Rickelen Florian Bihler, der ihr in einem Klassenzimmer des MvLG gegenübersitzt. Er überlegt kurz, findet dann eine souveräne Antwort. Und das, obwohl es sein erstes Bewerbungsgespräch ist. Noch geht es aber um keinen echten Job. Das Gespräch ist lediglich eine Übung, die im Rahmen der Berufsberatung am MvLG von jedem Zehntklässler absolviert wird. Van Rickelen ist Profi. Sie war 30 Jahre lang Personalleiterin bei HP, übernahm von Anfang an die Übungsgespräche am Stammheimer Gymnasium.

Sie weiß, worauf die Schüler achten müssen. Ebenso wie die sieben anderen Referenten verschiedener Firmen, die in den anderem Räumen mit den Schülern üben. Evi Baum, Lehrerin und gemeinsam mit Sandra Graf Organisatorin des Projekts, hatte kurz zuvor mit Van Rickelen gesprochen. "Sie findet es immer wieder interessant mit den Zehntklässlern zu arbeiten", erzählt sie. "Und wichtig, mit ihnen zu üben."

Im Laufe der beiden Projekttage absolvieren die Schüler in Gruppen mehrere Stationen. Auch ein Assessment-Center-Training, bei dem sie unter anderem einen schriftlichen Test unter Zeitdruck bestehen müssen, steht auf dem Programm. Erst einmal müssen die Gymnasiasten aber herausbekommen, für welche Berufe sie sich überhaupt bewerben möchten. Im PC-Raum machen sie darum Tests, füllen Fragebögen aus. So ganz zufrieden sind einige Schüler mit dem Ergebnis aber nicht. "Bei mir kam irgendwas mit Kunst raus – das ist eigentlich nichts für mich", schmunzelt die 16-jährige ­Alexandra Köhler. Sie hat ihr Übungs-Bewerbungsgespräch schon hinter sich. "Das war ganz gut. Auf jeden Fall lernt man was", bekräftigt sie.

Schon in den vergangenen Wochen bereiteten die Schüler gemeinsam mit ihren Deutschlehrern Bewerbungsmappen vor, um das Training möglichst realitätsnah zu gestalten.

"MINT"-Jobs gerade bei Mädchen oft unbeliebt

Damit, wenn es ernst wird, auch die Körpersprache stimmt, ist Tanzlehrer Christian Danek vor Ort. Gerade bespricht er mit den Schülern, wie der perfekte Händedruck sich anfühlt. Und wer gibt überhaupt zuerst die Hand? Der Bewerber oder der potenzielle Arbeitgeber?

In einem anderen Raum stellen Vertreter von "Coaching4Future" die sogenannten "MINT"-Berufe vor. Also solche, die mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik zu tun haben. Auf den Tischen liegen verschiedene Gegenstände, die Diskussion dreht sich um eine Technologie, die zum Beispiel in Diskotheken Schritte in Energie umwandeln kann. Alltagsnähe, das ist wichtig. "Gerade Schülerinnen sind am Anfang eher skeptisch diesen Themen gegenüber", sagt die Rektorin des MvLGs, Birgit Scholl. "Aber nach der Vorstellung sind sie in der Regel doch positiv überrascht."

Bei den Ausbildungs- und Studienbotschaftern vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst können die Zehntklässler sich schon mal "Insider-Tipps" aus verschiedenen Berufsgruppen holen. Denn die Botschafter sind Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen, die aus ihrem eigenen Alltag und von ihrem Werdegang erzählen. Der musste bei den meisten ohne ein Bewerbungstraining klappen . "So ein Angebot hatten wir an unserer Schule damals nicht", erzählt eine Referentin. Gerade deshalb sei es ihr wichtig, das MvLG darin zu unterstützen.

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