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Calw Schnapsidee holt Udo Lindenberg

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Karl-Heinz Seeger mit dem Plakat, das Udo Lindenbergs ersten Calwer Auftritt 2005 angekündigt hat. Foto: Fritsch

Calw - Viele hätten vielleicht von einer Schnapsidee gesprochen. Doch Karl-Heinz Seegers nächtliche Eingebung hat letztlich dazu geführt, dass Udo Lindenberg nun schon seit vielen Jahren mit Calw freundschaftlich verbunden ist.

Kalle, wie ihn in Calw viele nennen, saß im Herbst 2004 nächtens vor dem Fernseher. Als er da den Panikrocker in einem Interview etwas von Hermann Hesse und von einem Museumsbesuch in Calw ins Mikrofon nuscheln hörte, war er wie elektrisiert.

Er wandte sich an Reinhard Stöhr und Jürgen Ott. Rockfan Seeger hatte mächtig imponiert, dass es die beiden concetera-Macher geschafft hatten, Größen wie Manfred Manns Earthband und The Sweet zum Openair auf den Marktplatz zu bekommen. Es war der Auftakt des privat organisierten "Calw rockt".

Die beiden müssten es doch schaffen, auch Udo nach Calw zu bewegen. Wie sich herausstellte hatte der Deutsch-Rocker die Geburtsstadt seines Idols Hermann Hesse besucht und, von der Öffentlichkeit unbemerkt, in aller Ruhe zwei Stunden lang das Museum im Haus Schüz besichtigt.

Und tatsächlich hat es recht schnell geklappt. Ein wichtige Rolle hat dabei SWR-Moderator Benny Streubel gespielt, der zum engsten Kreis um Udo gehört. Und tatsächlich ist Lindenberg 2005 am 2. Juli, Hermann Hesses Geburtstag, aufgetreten. Es war ein tolles, überaus emotionales Konzert. Zugleich waren seine "Likörelle" in der Sparkasse zu sehen.

Der Rest ist Geschichte. 2006 wurde mit der Sparkasse Pforzheim Calw die Udo-Lindenberg-Stiftung gegründet, 2008 zum ersten Mal der Panikpreis verliehen. Nach einem Zwischenspiel in Tübingen kehrte die Veranstaltung 2012 nach Calw zurück. Und wird dort auf dem Marktplatz im nächsten Jahr, voraussichtlich am 19. Juli, wieder stattfinden. der Wettbewerb jedenfalls ist schon mal ausgeschrieben und soll jungen Musikern und Textern Chancen bieten. Die Gewinner treten mit Udo und dem Panikorchester in Calw auf.

"Udo stärkt ›Calw rockt‹ ungemein", erzählt Reinhard Stöhr, "viele Bands hätten gleich gar nicht mit uns verhandelt." Nicht allein seine lange Lockenpracht macht Kalle Seeger zu einem Rockexperten, sondern vor allem sein Sachverstand. Er kennt sich aus in der Szene, weiß was geht und was nicht. So ist der heutige Stammheimer und gebürtige Effringer viel mit Stöhr unterwegs, um sich Auftritte von Musikern anzusehen, die für "Calw rockt" oder auch für den Klostersommer in Frage kommen. Karl-Heinz-Seeger, in Calw seit 24 Jahren LBS-Bezirksleiter, wäre eigentlich am liebsten Musikberater geworden.

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