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Calw "Saal 51" veranstaltet letztes Konzert

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Der "Saal 51" öffnet am Ostersonntag zum letzten Mal seine Pforten für Partygäste und die Band "Moby Dick". Foto: Haack

Calw-Hirsau - Der "Saal 51" in Hirsau macht dicht. Nicht ganz freiwillig, sondern wegen einer nötigen Sanierung. Am Sonntag steigt das letzte Konzert. Doch die Betreiber werkeln an einem Comeback.

Eine kurze, aber prägende Ära geht in der Calwer Klubszene am Wochenende zu Ende. Sechs Jahre lang war der "Saal 51" eine Institution in Calw-Hirsau. Jetzt steigt am Sonntag die letzte Party – gezwungenermaßen. Denn im August des vergangenen Jahres ergossen sich über den Nebenraum, in dem das "KiPa" verortet war, ungeheure Wassermassen. Ein Rohr war geborsten und setzte den Raum unter Wasser – dummerweise machte das vor dem danebenliegenden "Saal 51" nicht Halt.

Raum quasi unterspült

Jetzt ist auch der "Saal 51" sozusagen unterspült, was eine Sanierung unausweichlich macht. "Wir haben natürlich versucht, es irgendwie rauszuziehen, aber jetzt geht es eben nicht mehr", erklärt Tobias Haack, der gemeinsam mit seiner Frau Fadime die Feier-Lokalität betreibt. Außerdem wolle man auch aus versicherungstechnischen Gründen den Schaden nicht noch größer werden lassen, als er ohnehin schon sei.

Auch wenn die Entscheidung schlussendlich alternativlos war; die Haacks hätten sich das nicht leicht gemacht, wie er sagt. "Für viele war das fast wie ein Zuhause. Wir hatten ja jedes Wochenende ein Event", verdeutlicht der 43-jährige Haack, dass die Anteilnahme auch unter dem mittlerweile breit gefächerten Kundenstamm groß ist. Von Calw, aber auch aus dem Raum Tübingen, Karlsruhe und Stuttgart seien die Feierwütigen gekommen, um im "Saal 51" den zahlreichen Bands zuzuhören. Vor allem Tribute-Bands traten in Hirsau auf – AC/DC, Metallica oder Kiss wurde dort gehuldigt. Auch DJs waren stets mit von der Partie. "Alle haben gesagt, dass sie wieder da sind, wenn wir zurückkommen", blickt Haack schon mal voraus.

Ort endgültig dicht

Doch wo man wieder das Nachtleben der Region aufmischen will, weiß auch der Betreiber noch nicht. Fest steht nur eins: In der Liebenzeller Straße 51 wird es künftig nicht mehr sein.

Was mit dem Gebäude passiere, wisse auch Haack nicht. Die Suche nach einer Ausweichlokalität läuft bereits auf Hochtouren. "Einfach ist das aber nicht, denn man braucht ja einen Raum, der geeignet ist für eine Versammlungsstätte." Da spielen dann auch Faktoren wie Lärmbeeinträchtigung eine Rolle. Noch habe man keine Option in Sicht, meint Haack.

Eine angestrebte Möglichkeit in Bad Liebenzell hat sich bereits wieder zerschlagen. Die Suche geht daher weiter. Es kommt also Abschiedsstimmung auf am Ostersonntag. Denn die Party mit "Moby Dick" ab 21 Uhr wird vorerst die letzte sein im "Saal 51". Haack ist schon auf den großen Ansturm vorbereitet: "Die Hütte wird brechend voll sein", mutmaßt der Betreiber. Haack gibt sich zwar cool, räumt dann aber doch ein: "Der Sonntag wird der schlimmste Tag. Vor allem gegen Ende wird es dann wohl emotional." In den sozialen Netzwerken ist die Anteilnahme jedenfalls riesig. "Der Saal muss weiterleben", ist da unter anderem zu lesen. Daran arbeiten die Verantwortlichen jetzt.

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