Anästhesist Ulrich Lunkenheimer (links) und Oralchirurg Martin Hackenberg klärten im Kursaal Hirsau über Sicherheit, Komfort und Ästhetik im Bereich Implantologie auf. Foto: Fisel Foto: Schwarzwälder-Bote

Informationsveranstaltung des Implantatnetzwerks Nordschwarzwald / Ambulante Behandlung in Vollnarkose

Von Andrea Fisel

 

Calw-Hirsau. Das Implantatnetzwerk Nordschwarzwald informierte im Kursaal Hirsau über neueste Konzepte, Techniken und Behandlungsmethoden in der Oralchirurgie mit Beiträgen zum Thema Implantologie: "Im Schlaf zu neuen Zähnen".

Ein partieller oder vollständiger Zahnverlust kann sowohl altersbedingt als auch spontan durch Unfälle, Karies, ungenügende Mundhygiene oder Zahn- und Zahnbetterkrankungen entstehen. Martin Hackenberg, Oralchirurg aus Schömberg, zeigte an zahlreichen Beispielen die Vorteile sowie Voraussetzungen für Implantate auf, die insbesondere bei dem revolutionären Konzept "fast and fixed", feste Zähne an einem Tag, zum Tragen kommen. Dabei bietet eine computergesteuerte 3D-Planung Sicherheit für den Patienten und den Operateur, vorhersehbare ästhetische Ergebnisse für den Prothetiker, minimalinvasive atraumatische Operationen für einen möglichst schonenden Eingriff, kürzere Behandlungszeiten sowie Vermeidung von umfangreichen knochenaufbauenden Maßnahmen.

Auch wenn Ulrich Lunkenheimer, Facharzt für Anästhesie aus Bad Wildbad, am Anfang seines Vortrags über "Oralchirurgische Eingriffe in Narkose" herausfordernd die Frage in den Raum stellte: "Gibt es eine Zahnfee?", die wünschenswerterweise sämtliche Zahnprobleme mit einem Schlag einfach wegzaubern kann, dann musste er am Ende seiner Ausführungen offen bekennen: "Nein, diese Zahnfee gibt es nicht!" Aber Zahnbehandlung in Narkose könne eine Hilfe auf dem Weg zu besserer Zahngesundheit sein, räumte der Facharzt ein.

Wie dieser Weg nun konkret aussehen kann, welche äußeren und individuellen Voraussetzungen gegeben sein müssen oder welche Risiken und Nebenwirkungen auftreten können, wurde detailliert sowie klar verständlich erklärt. Jeder oralchirurgische Eingriff erfordert im Vorfeld sowohl eingehende Aufklärungen und Gespräche, als auch eine intensive medizinische Überwachung während der Operation, ferner eine gesicherte Betreuung im Anschluss zu Hause.

Beide Referenten waren sich einig, dass eine enge und sorgfältige Zusammenarbeit bei Planung, Operation sowie Nachbehandlung zwischen Oralchirurg, Prothetiker und Anästhesist unerlässlich sei. Hier erweisen sich die Vorteile des Implantatnetzwerks Nordschwarzwald: Erfahrung, Routine, Einsatz moderner Technik und kollegialer Austausch dienen der optimalen Versorgung der Patienten in der Region.