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Calw Rathausarkaden sind jetzt Baustelle

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Die Baukon­struktion des Calwer Rathauses soll von unten nach oben ertüchtigt werden. Foto: Hölle

Calw - Parkplatz, Feinkostladen, Bürgersaal oder Versammlungsraum: All das waren die Rathaus-Arkaden in den vergangenen Jahrzehnten. Jetzt sind sie Baustelle. Wie berichtet, haben in dieser Woche im Rathaus die Sanierungsarbeiten begonnen.

Ein kurzer Rückblick: 2007 wurden Bedenken über die Stabilität des Rathauses laut, und so musste das Gebäude geräumt werden. Die darin angesiedelten Teile der Stadtverwaltung, darunter Einwohnermeldeamt und Standesamt, wurden in das ehemalige Vermessungsamt in der Bahnhofstraße 28 verlegt. Der Gemeinderat sprach sich im Grundsatz für eine Neustrukturierung der Verwaltungsgebäude in der Innenstadt aus.

Ein Architektenwettbewerb wurde ausgelobt. Sieger wurde das Architekturbüro weinbrenner.single.arabzadeh aus Nürtingen, das der Gemeinderat im Herbst 2009 mit großer Mehrheit mit der Planung beauftragte. Nachdem die Gebäude grundlegend untersucht worden waren, konnte die Planung überarbeitet und fertiggestellt werden. Klar wurde dabei, dass umfangreiche konstruktive Maßnahmen erforderlich sind, um die Gebäudesubstanz zu sichern.

Begonnen hat man nun im Gründungsbereich. Sukzessive wird dann die Baukon­struktion von unten nach oben ertüchtigt. Große Teile der historischen Holzkonstruktionen werden durch Stahlträger verstärkt. In Kombination mit Stahlbetonbauteilen wird die Tragfähigkeit der denkmalgeschützten Gebäude wieder hergestellt. Gleichzeitig sollen diese neuen Bauteile auch die Erschließungsfunktion in den sanierten und umgebauten Gebäuden übernehmen. Somit ist auch die Barrierefreiheit in den Räumlichkeiten der Verwaltung sichergestellt.

Im Erdgeschoss der Gebäude Marktplatz 9 (historisches Rathaus) und Marktplatz 7 werden Bürgerbüro und Stadtinformation ihr neues Domizil haben. Hier können die Bürger künftig den Großteil der städtischen Dienstleistungen in Anspruch nehmen. In den oberen Geschossen befinden sich die Abteilungen des Fachbereichs I – Steuerung und Service, sowie Sitzungssaal und das Büro des Oberbürgermeisters mit seinem Stab.

Kern der planerischen Aufgabe des Planerteams war die Herstellung einer optimalen Symbiose des historischen Gebäudeensembles mit dem Anspruch an eine moderne Verwaltung mit den zugehörigen Dienstleistungen. Dies drückt sich in der Umstrukturierung der Grundrisse sowie auch der Materialität der neuen Oberflächen im Zusammenspiel mit historischer Substanz aus. Für die Maßnahme sind knapp drei Jahre Bauzeit vorgesehen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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