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Calw Rallye: Fans vermissen PS-starke Autos

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Zum Showstart hatten sich die Teilnehmer am Kaufland versammelt. Foto: Kraushaar

Calw - Zwei große Sportveranstaltungen in knapp zehn Kilometer Luftlinie: Während in Bad Liebenzell hunderte Läufer bei der deutschen Straßenlaufmeisterschaft teilnahmen, gaben in Calw 45 Rallyefahrzeuge bei drei WPs (Wertungsprüfungen) auf 34,9 Kilometer Vollgas.

Einige fuhren aber auch mit gebremsten Risiko – vor allem, um unbeschadet im Ziel anzukommen.

Was für die Fahrer in den vergangenen Jahren bei der Gerhard-Mitter-Gedächtnisrallye unter sportlichem Blickpunkt die "Fuchsklinge" war, ist heute für die Zuschauer rein erlebnistechnisch gesehen Altburg/Spindlershof. An dem Rundkurs hatten sich hunderte von Zuschauern eingefunden, um ein in der Region einmaliges Sporterlebnis live mitzuerleben. Die Begeisterung von Seiten der Fans war da, auch wenn sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren nur noch die Hälfte der Fahrzeuge an der Rallye beteiligte.

Konkurrenz, neue Anforderungen bei der Zulassung und das Verbot der "Gruppe H Fahrzeuge" wurden als Gründe genannt. "Ohne die Gruppe H fehlt der Rallye der Pfeffer", vermissten nicht wenige der Fans die PS-Boliden und mit ihnen auch die Qualität der Fahrer plus Spektakel.

"Ein Fritz Köhler braucht eigentlich keine Startnummer, den hört man schon von weitem kommen", so ein Streckenposten. Zumindest was den Ton betrifft hatte der Mann Recht. Doch auch die Farbe ist mehr als nur ein wenig bekannt: "Der geht hier seit dreißig Jahren in Gelb an den Start", so der Moderator beim Showstart am Kaufland.

Nicht mehr dasselbe

Aber das Auto ist nicht mehr dasselbe. Der aktuelle Köhler BMW war mit 257 PS angegeben, mehr als 100 weniger als sein Vorgänger. Das zeigte sich beim Vorjahres-Sieger auf dem Rundkurs in Altburg, als das schnelle Duo Löffelhardt/Arnold mit ihrem BMW M3 auffuhr und Köhler vor sich her jagten. Die beiden Öhringer gewannen in einer Gesamtzeit von 20 Minuten und 56,9 Sekunden vor dem Duo Bäder/Hausch (BMW E 46 Compakt) und dem Vorjahreszweiten Noller/Kopczyk (Mitsubishi).

Neben den Ausfällen durch Fahrfehler und technische Defekte überschattete ein spektakulärer Unfall das Rennen. Der Opel Astra vom Team Rettenberger/Rettenberger war kurz vor der Brunnenkurve an die Böschung geraten. Rettenberger konnte das Fahrzeug zwar noch abfangen, kam auf der anderen Straßenseite jedoch in einen Graben und prallte mit der Vorderachse voll auf eine Dohle. An der Grabenüberführung richtete sich der Opel steil auf, überschlug sich und verschwand in einer Rauchwolke. DRK und Notarzt waren schnell da, Fahrer und Beifahrer wurden vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht, die Feuerwehr sicherte die Ölspur und brachte das Auto aus der Gefahrenzone.

Viel Zeit gekostet

"Beide sind den Umständen entsprechend wohlauf, wir müssen uns keine Sorgen machen", sagte MSC Chef Bernd Bohnenberger bei der Siegerehrung. Der Unfall hatte viel Zeit gekostet, zeitgleich hatte ein Fahrzeug in der Zielausfahrt einen Baum touchiert, so dass sich die Rennleitung um 16.37 Uhr entschloss, die WP in Altburg abzubrechen. Die restlichen Teilnehmer fuhren langsam die Strecke ab und in Richtung fünfte WP (Station Teinach) davon.

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