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Calw Platz für eigenen Handlungsspielraum

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Der Klimaschutz wird bei einem besonderen Projekt am MvLG thematisiert. Foto: Schule Foto: Schwarzwälder Bote

Das Bildungsprojekt "Energie- und Klimapioniere" ermutigt Schüler des Maria-von-Linden-Gymnasiums (MvLG) zum Ent­decken des eigenen Handlungsspielraums beim Klimaschutz.

Calw-Stammheim. Als am 31. Januar dieses Jahres in Minneapolis/USA minus 33 Grad Celsius gemessen wurden, frotzelte der amerikanische Präsident Donald Trump auf Twitter: "Was zur Hölle ist mit der Erderwärmung los? Bitte komm schnell zurück, wir brauchen dich!" Als Sophia Wüsteney, Repräsentantin der gemeinnützigen Stiftung "myclimate protection partnership" mit Sitz in Reutlingen den Schülern der Klasse 10c des MvLG dieses Zitat präsentiert, ertönt gleichzeitig Gelächter und ungläubiges Erstaunen. Kann es sein, dass Trump den Unterschied zwischen Wetter und Klima nicht kennt? Die Schüler hingegen kennen ihn: Das Wetter beschreibt den messbaren Istzustand der Troposphäre an einem bestimmten Ort, während das Klima einen Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre beschreibt, und das gezeigte Diagramm der Mitteltemperatur der vergangenen 150 Jahre spricht eine deutliche Sprache: Die Erde erwärmt sich zunehmend, auch wenn Politiker das vehement bestreiten mögen, heißt es in deiner Mitteilung der Schule.

Daher hat sich "myclimate" zum Ziel gesetzt, mit ihrer Stiftungsarbeit den Klimaschutz zu fördern und dies durch Beratung, Bildung sowie eigene Klimaschutzprojekte. An Schulen bieten sie verschiedenste Workshops und Projekte an. Darauf wurde Daniel Sorger, Lehrer für Biologie und Chemie am MvLG, aufmerksam und organisierte, dass alle 10. Klassen diesen Workshop besuchen können. Er entschied sich für das Projekt "Energie- und Klimapioniere", das Schüler ermutigt, ihre eigenen Handlungsspielräume zu entdecken und durch Projektarbeit in der Klasse selbst für den Klimaschutz sowie das Energiesparen aktiv zu werden. Alle 10. Klassen besuchen diesen Workshop, der zweigeteilt ist: In der ersten Stunde informiert die Referentin, die ein Freies Ökologisches Jahr bei der Stiftung absolviert, über die Funktion der Atmosphäre, den Treibhaus-Effekt, den Fahrradsattel-Effekt und wiederholt somit mit den Schülern bereits im Unterricht gelernte Inhalte. Auch der Unterschied zwischen natürlichem und menschlichem Treibhauseffekt wird geklärt. Die Schüler zählen einige Folgen des Klimawandels auf: Wetterextreme, das Schmelzen der Polkappen, hitzebedingte Sterblichkeit, Insektenplagen oder die Bedrohung von Tierarten. Dass 2003 bei dem extremen Hitzesommer 35 000 Menschen in Europa gestorben sind, sind schockierende Nachrichten, die Wüsteney darlegt.

Es stellt sich die Frage, wie die Gesellschaft den Klimawandel stoppen und die Ziele der Pariser Klimakonferenz umsetzen kann. Dazu werden die Beschlüsse derselbigen aufgezeigt und erläutert, welche Schritte notwendig wären, damit diese Ziele erreicht werden können. Die Schüler erkennen, dass dies ein kaum zu schaffender Prozess ist, dennoch ermutigt die Referentin die Schüler, an diesem Ziel zu arbeiten.

Im zweiten, praktischen Teil des Workshops durchlaufen sie Info-Stationen zu den Themen Ernährung, Mobilität, Haushalt und Alltag, Konsum und Gebrauchsgegenstände und Kleidung und bekommen Tipps zur Kohlendioxid-Reduktion und allgemein Leitlinien zum Thema Einsparung. Durch diese Aufgabenstellung machen sich die Schüler ihr Konsumverhalten bewusst.

Auch als Klasse gilt es nun, ein Projekt zu initiieren und auf der Homepage des Kultus- und Umweltministeriums hochzuladen. Mit Erfindergeist und Glück wird ein Projekt am MvLG vielleicht in Kürze gekürt und die Klasse darf sich zurecht "Energie- und Klimapioniere" nennen.

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