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Calw Plakate zur Unterstützung des KSK aufgehängt

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Die Plakate sind überall in der Stadt verteilt. Foto: Buck

Calw - Calw ist überzeugt: Das KSK erledigt einen wichtigen Job und ist kein "Hort von Rechtsextremen und anderen Spinnern", wie Oberbürgermeister Florian Kling es ausdrückt. Mit einer Plakat-Kampagne drückt die Stadt nun ihre Verbundenheit zur Eliteeinheit aus.

Verschwundener Sprengstoff, gehortete Waffen, immer neue Vorwürfe wegen rechtsextremistischer Umtriebe – das Ansehen des in Calw stationierten Kommando Spezialkräfte (KSK) ist seit Jahren angeschlagen. Und regelmäßig treten weitere Vorfälle zutage, die die Eliteeinheit in nicht gerade schmeichelhaftem Licht erscheinen lassen.

Trotz alledem oder vielleicht gerade deswegen hat die Stadt Calw in dieser Woche eine Plakat-Kampagne gestartet, mit der die Verbundenheit zum KSK bekräftigt werden soll. Calws Oberbürgermeister Florian Kling – der selbst zwölf Jahre Offizier bei der Bundeswehr war und nun Hauptmann der Reserve ist – erklärte, dass mit dieser Aktion die derzeit laufenden Reformbemühungen unterstützt werden sollen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte zur Bekämpfung von Extremismus unlängst eine Umstrukturierung des KSK angekündigt.

Skandale sind Stadtverwaltung keineswegs "egal"

Keinesfalls, so betont die Stadtverwaltung ausdrücklich, solle die Kampagne indes den Eindruck erwecken, dass den Calwern "die Skandale beim KSK ›egal‹" seien. Ganz im Gegenteil verurteile er extremistische Umtriebe bei der Spezialeinheit "auf das Schärfste", unterstreicht Kling. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Allerdings dürfe auch nicht der Eindruck entstehen, "das gesamte KSK sei ein Hort von Rechtsextremen und anderen Spinnern". "Wir wollen diesem Generalverdacht etwas entgegensetzen und die Reformbemühungen des KSK unterstützen", sagt der Oberbürgermeister.

Und so hängen seit Montag Banner mit dem Motto "KSK in Calw. Weil ihr einen wichtigen Job macht" an Stelen überall in der Stadt. Mit auf den Plakaten sind bekannte Calwer Persönlichkeiten abgebildet – aus den verschiedensten Berufen. Einerseits um zu zeigen, dass die Unterstützung "aus ganz unterschiedlichen Teilen der Calwer Bevölkerung" komme, andererseits um ein Bewusstsein zu schaffen, dass es sich auch bei den KSK-Soldaten um "Mitbürger wie Sie und ich" handle, "die zuvor verschiedene berufliche Ausbildungen absolviert und nun teilweise in Calw ihre Heimat gefunden haben", erläutert Oberbürgermeister Kling.

KSK bedankt sich

Unabhängig davon habe er den Anspruch, das KSK besser in die Gesellschaft zu integrieren, um Abschottung und extremistischen Umtrieben vorbeugen zu können.

Das KSK zeigte sich indes sehr angetan von der Kampagne. "Die Plakataktion der Stadt Calw ist ein starkes Zeichen der Solidarität der heimischen Bevölkerung", erklärte ein Sprecher der Eliteeinheit im Gespräch mit unserer Zeitung. "Das Team des KSK bedankt sich für die Verbundenheit und Unterstützung."

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