Paintball soll bald in einer Halle am Würzbacher Kreuz gespielt werden. Foto: SB-Archiv

Bauvoranfrage positiv beschieden. Verbandsversammlung stimmt zu. "Schießerei mit Farbkugeln" umstritten.

Calw/Oberreichenbach/Bad Teinach-Zavelstein - Dem Bau einer Paintball-Halle am Würzbacher Kreuz steht nichts mehr im Weg. Die Verbandsversammlung des Interkommunalen Gewerbegebiets (IKG) stimmte mehrheitlich zu. Nun hat die Stadt Calw eine Bauvoranfrage des Investors positiv entschieden.

Es handelt sich um Thorsten Schmidt und die Paint-Plus GmbH in Gründung. Schmidt war zuvor im "Interkom Nordschwarzwald", das von Schömberg, Unterreichenbach und Engelsbrand betrieben wird, gescheitert. Die Bedenken waren zu groß. In der Tat ist diese "Schießerei mit Farbkugeln" umstritten. Nach dem Amoklauf von Winnenden vor vier Jahren war ein Verbot im Gespräch, zu dem es nicht gekommen ist. Nach deutscher Rechtsprechung verstößt der Sport auch nicht gegen die Menschenrechte.

Schmidt war nicht nur in Schömberg, sondern zuvor schon in Holzgerlingen und Bad Wildbad wegen dieser Bedenken gescheitert. Nun will er sein Konzept am Würzbacher Kreuz verwirklichen. An dem IKG sind Calw, Oberreichenbach und Bad Teinach-Zavelstein beteiligt.

Am Waldrand plant Schmidts Unternehmen mit einer Fläche von 5000 Quadratmetern. Der Investor zeigte sich am Dienstag erleichtert von der Entscheidung der Stadt Calw. Nun werde die Gründung der GmbH umgesetzt, die den Sitz in Calw oder Oberreichenbach haben wird. Schmidt: "Es ist so weit alles vorbereitet. Wir gründen das Unternehmen dort, wo die Halle stehen wird."

Mit der "Unleashed Paintball Arena" soll eine gewerbliche Sportstätte entstehen. Sie wird zudem vom Paintball-Club Bieselsberg genutzt. Der Verein, so Vorsitzender Dennis Schwan, hat rund 65 Mitglieder und spielt in der 3. Bundesliga. Das Einzugsgebiet erstrecke sich bis nach Karlsruhe, Baden-Baden und Stuttgart. Mitgliederzuwachs erhofft sich Schwan nach Fertigstellung aus der unmittelbaren Umgebung.

Auch andere Mannschaften, Unternehmen für Incentive-Veranstaltungen und nicht vereinsgebundene Sportler sollen Paintball in der Halle ausüben, heißt es in Schmidts Konzept. Angestrebt wird die Zusammenarbeit mit Sportpsychologen und Physiotherapeuten. Schmidt strebt einen Umsatz von gut 400 000 Euro an.

Er erhofft sich wegen der überregionalen Anziehungskraft Vorteile für Handel, Gastronomie und Hotellerie.