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Calw Offene Türen, viel Arbeit, tolle Gemeinschaft

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Diakonin Brigitte Dürr (stehend) sorgte mit verschiedenen Veranstaltungen für Geselligkeit und Gemeinschaft. Das Bild zeigt das gemeinsame Musizieren bei der Instrumentenausstellung "Alles, was Musik macht". Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder Bote

Vor zehneinhalb Jahren trat Gemeindediakonin Brigitte Dürr ihren Dienst bei der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Calw an. Nun geht sie in den Ruhestand. Im Gespräch mit unserer Zeitung blickt sie zurück auf ihre Zeit in Calw.

Calw. "Seniorenarbeit liegt ihr am Herzen", titelte der Schwarzwälder Bote damals bei der Amtseinsetzung von Brigitte Dürr. Dies sollte sich dann auch bewahrheiten. Denn was Dürr in den vergangenen Jahren mit viel Herzblut in Calw aufgebaut und geleistet hat, war ihr immer eine Herzensangelegenheit. "Manches ist mir gelungen und bei vielem war es immer zu wenig", sagt die scheidende Diakonin im Rückblick auf ihre berufliche Zeit in Calw.

Ihr Aufgabenfeld war stets riesig. Sie war für die Seniorenarbeit in den drei Calwer Kirchengemeinden Kernstadt, Heumaden und Wimberg zuständig. Hinzu kam mit 25 Prozent ihrer Arbeitszeit die Betreuung der Bewohner in den Seniorenheimen der evangelischen Heimstiftung auf dem Wimberg und in der Torgasse.

Dürr erlebte ihre Arbeit immer als spannend und interessant. Sie war verantwortlich für die Mittagstische für ältere Menschen, betreute Frauenkreise sowie die Senioren- und Sonntagstreffs, plante und leitete Freizeiten, Ausfahrten sowie Ausflüge und organisierte Veranstaltungen. Wichtig waren ihr auch stets die Hausbesuche bei älteren Menschen, die nicht mehr zu den Veranstaltungen kommen konnten. Außerdem spielt die Diakonin bis heute gerne als Bläserin im Calwer Posaunenchor.

"Ich erlebte viele offene Türen, auch bei der Stadtverwaltung und verschiedenen Organisatoren", sagt Dürr am Ende ihrer Amtszeit und fügt hinzu: "Die Arbeit hier in Calw hat mir viel Spaß gemacht und ich habe hier eine tolle Gemeinschaft erlebt." Sie verweist darauf, dass es galt, mit mehreren Generationen von Senioren zu arbeiten, den jungen und noch Rüstigen, denen mit weniger Kraft und schließlich den Hochbetagten sowie Schwachen. Bei ihrer vielseitigen Tätigkeit fand sie jedoch immer auch fleißige und hilfsbereite ehrenamtliche Helfer. Auch gelegentliche Schwierigkeiten im Umgang miteinander blendet die scheidende Kirchenmitarbeiterin nicht aus. "Es werden Fehler gemacht und es wird miteinander gestritten", sagt sie. Jedoch würden Verletzungen auch wieder verziehen, wenn man nur aufeinander zuginge.

Nun freut sich Dürr zwar auf ihren Ruhestand, "aber ich gehe auch mit einem weinenden Auge, weil mir viele Menschen in Calw ans Herz gewachsen sind und weil ich sehr gerne hier war", unterstreicht sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

Der richtige Weg

Dürr wird ihren Ruhestand in ihrem Heimatort Schwäbisch Hall-Hessental verbringen, wo sie Verwandte und alte Freunde aus früheren Tagen hat. Auch dort möchte sie sich wieder in die Kirchengemeinde einbringen.

Die Diakonin wurde nach ihrer Schulzeit zur Erzieherin ausgebildet und arbeitete lange in diesem Beruf. Mit 41 Jahren drückte sie dann noch einmal die Schulbank und ab- solvierte im Johanneum in Wuppertal die Ausbildung zur Diakonin. In diesem Beruf empfand sie besonders die Arbeit mit Senioren als den für sie richtigen Weg.

Dürr wird am Sonntag, 31. April, ab 14 Uhr in der Heumadener Versöhnungskirche von Dekan Erich Hartmann und vielen Gemeindegliedern im Rahmen eines Gottesdienstes verabschiedet. Dabei übernimmt sie die Predigt und der Heumadener Pfarrer Albrecht Fetzer die Liturgie.

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