Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Calw Nicht nur ein hervorragender Komponist

Von
Die Kammersinfonie lädt zum Konzert am 24. Juli ein. Foto: Schwarzwälder-Bote

Calw. Am Sonntag, 24. Juli, findet ab 20 Uhr in der Calwer Stadtkirche das diesjährige Orchesterkonzert der Kammersinfonie Calw statt. Unter der Leitung von Martin W. Hagner werden Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy aufgeführt, nämlich die Ouvertüre "Die Hebriden" und die dritte Symphonie, die sogenannte "Schottische".

Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847) war einer der allerersten Dirigenten im modernen Sinne. Sogar das "Jetset"-Leben der heutigen ersten Dirigentenriege hat in ihm einen Vorläufer: Er bereiste fast den gesamten europäischen Kontinent und gab Konzerte als Dirigent eigener Werke sowie als Instrumentalist, denn er war nicht nur ein hervorragender Komponist, sondern auch ein sehr begabter Pianist und Organist und erzielte mit seinen Auftritten grandiose Erfolge. So war er mehrfach in England, das erste Mal 1829 als 20-Jähriger, wo er auch nach Schottland reiste und mit einem Dampfboot bei schwerer See auf die Insel Staffa, eine der Hebrideninseln vor der Nordwestküste Schottlands, übersetzte.

Zu seiner Zeit war eine Dichtung sehr populär, die die heldischen "Gesänge Ossians" aus dem Mittelalter in moderne Sprache übersetzte; manche sprachen von der "Ilias des Nordens". Der Held dieses Werks, Fingal, soll unter anderem in einer einsamen Höhle auf einer Insel gewohnt haben, und solch eine Höhle findet sich auf der Insel Staffa. Zwar stellte sich schon bald heraus, dass die gesamte Dichtung eine Fälschung war, dennoch machte sich Mendelssohn Bartholdy zusammen mit einem Freund auf den Weg. Seine Ouvertüre "Die Hebriden" soll nun die Stimmung der nebelverhangenen Landschaft und des Meeres widerspiegeln, sie soll "nach Tran und Möwen" klingen, wie er selbst schrieb.

Eine weitere Frucht dieser Reise ist die sogenannte "Schottische" Symphonie, die allerdings eine längere Entstehungszeit hatte. Das viersätzige Werk beginnt mit einer düsteren Einleitung, dem dann ein getriebenes Hauptthema folgt, was schließlich wieder in der Düsternis des Anfangsteils versinkt. Der zweite Satz ist eine muntere Auseinandersetzung mit volkstümlichen Melodien, ohne dass Mendelssohn Bartholdy tatsächlich schottische Volksweisen zitiert hätte.

Der dritte Satz ist der langsamste in der Symphonie mit einer lichteren, zuweilen ins Elegische wechselnden Grundstimmung, und sehr liedhaft. Im letzten Satz ertönt unter einer Staccatobegleitung der Bläser ein kämpferisches Hauptthema, das in kunstvollen Steigerungen in einen zwar nicht triumphalen, aber doch sieghaften Schluss mündet.

Der Eintritt zu diesem Konzert beträgt zehn Euro auf allen Plätzen, die Abendkasse öffnet um 19.30 Uhr.

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.