Nach der neuen Variante erreicht die Südostumfahrung die B 463 in Höhe des Zustellzentrums der Deutschen Post AG. Foto: Verstl

Weitere Variante ist billiger und umweltfreundlicher. Heumaden braucht Ableitungssammler.

Calw - Für die Südostumfahrung gibt es eine neue Variante. Der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats empfiehlt, auf dieser Basis den dritten und letzten Abschnitt zu planen.

Wann und ob dieser dritte Abschnitt gebaut wird, steht noch dahin. Weiter geplant wird aber auf jeden Fall. Denn sonst droht die Rückzahlung der Zuschüsse, die für die ersten beiden Etappen gewährt worden sind.

Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG), das Grundlage der bisherigen Zuschüsse war, läuft 2019 aus. Was danach kommt, weiß bislang niemand. Trotz knapper Kassen ist nicht völlig auszuschließen, dass es auch nach 2019 Zuschüsse für das Vorhaben geben könnte. Dafür wolle man gewappnet sein, so Oberbürgermeister Ralf Eggert. Das sei ein weiterer Grund, die Planung weiter zu betreiben, zumal die Kosten mit geschätzten 10 000 Euro nicht allzu hoch sind.

Die neue Variante, die vom städtischen Bauamt erarbeitet wurde, erreicht die B463 beim Zustellstützpunkt der Deutschen Post AG neben dem alten Bahnhof. Sie mit Gesamtkosten von 10,3 Millionen Euro die günstigste, auch wenn damit eine Verlegung des Bahngleises verbunden ist.

Die erste Variante sieht eine Anbindung bei der katholische Kirche vor und ist mit 15,7 Millionen Euro am teuersten. Variante zwei (12,5 Millionen Euro), die über das Öländerle führt, hat den Nachteil, das sie die B 463 weit ab vom Zentrum erreicht. Auch aus Umweltgesichtspunkten schneidet der neue Plan am besten ab.

Apropos Zuschüsse: Für den Bau eines Ableitungssammlers für 1,7 Millionen Euro, der wegen der Novellierung des Wassergesetzes notwendig ist, kommen auf die Stadt Mehrkosten von 1,2 Millionen Euro zu. Es sei nicht damit zu rechnen, so Eggert, dass das Regierungspräsidium Karlsruhe solche Maßnahmen weiterhin mit 70 Prozent bezuschusst. Letztlich handele es sich, um eine Vorfinanzierung. Zum einen gehen die Baukosten, die über die nächsten 50 Jahre abgeschrieben werden, in die Grundstückspreise ein. Zum anderen werden sie auf die Abwassergebühr umgelegt.

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