Das geplante Baugebiet in Stammheim wird auch für Autofahrer Vorteile haben: An der Abzweigung von der B 296 in die Hauptstraße soll ein Kreisverkehr gebaut werden. Foto: Klormann

Stammheim bekommt neben Bauplätzen auch Kreisverkehr. Gewerbegebiet an B 296  geplant.

Calw - Viele Baugebiete wurden in den vergangenen Jahren in Calw erschlossen, viele Plätze sind bereits verkauft. Doch  Häuslebauer wie Gewerbetreibende haben auch in Zukunft gute Chancen, ein Plätzchen  zu finden. Denn: Calw wird weiter wachsen.

Von den Schafweg-Abschnitten in Heumaden über das Gebiet Mühläcker in Stammheim bis hin zum Interkommunalen Gewerbegebiet am Würzbacher Kreuz – in Sachen Baugebieten hat sich  in den vergangenen Jahren einiges getan. So soll es weitergehen, wünscht sich Oberbürgermeister Ralf Eggert. Und beim bloßen Wunsch wird es dabei nicht bleiben.

Erleichterung für Fahrer

Denn während beispielsweise das Gebiet Schafweg III  derzeit erschlossen wird, stehen andere Projekte bereits in den Startlöchern. So wird derzeit ein Bebauungsplan für den Stammheimer Galgenberg aufgestellt. Wenn alles glatt geht, dürfte dort Anfang des Jahres 2018 damit begonnen werden, ein Baugebiet in Richtung Bauzentrum Kömpf   zu erschließen. Damit wird voraussichtlich auch eine Erleichterung für Autofahrer einhergehen. Denn an der Einmündung der Stammheimer Hauptstraße auf die B 296 soll dann ein Kreisverkehr entstehen.

Im selben Jahr könnte  die Ökosiedlung auf dem Wimberg erweitert werden. Und auch für die Jahre danach gibt es  Pläne, wenn auch noch keine Termine. Die Gebiete Schafweg IV und V sind bereits angedacht, ebenso wie eine Erschließung des Gebietes oberhalb der Vogteistraße.

Bereits im kommenden Jahr wird übrigens ein kleineres Gebiet mit 14 Bauplätzen in Holzbronn erschlossen. Vereinzelte Flächen gibt es noch in Weltenschwann und Speßhardt, wo "an bestehende Strukturen angebaut" werden soll, so  Eggert. Größere Gebiete seien dort aber nicht geplant, erklärt der Oberbürgermeister.

Insgesamt könne die Stadt in den kommenden zwei bis drei Jahren mehr als 100 Bauplätze anbieten.

Und nicht nur Häuslebauer, sondern auch Unternehmen werden in den kommenden Jahren wohl noch Plätze finden.

In Planung ist derzeit ein eingeschränktes Industriegebiet an der B 296 zwischen Stammheim und den sieben Tannen, direkt an der Abzweigung Richtung Holzbronn gelegen, das rund 20 Hektar groß werden könnte.  Rund vier Hektar sollen im Stammheimer Feld erschlossen werden. Und im Gebiet am Würzbacher Kreuz wurde Anfang des Jahres der zweite Abschnitt erschlossen, nachdem fast alle Flächen des ersten Abschnitts verkauft wurden.

Wann und in welcher Form all diese Gebiete entstehen, ist indes noch offen. Von der Nachfrage solle es abhängen, betont Eggert. Wichtig ist dem OB eine bedarfsgerechte Erschließung, bei der nicht zu sehr aufs Tempo gedrückt werden dürfe. Nur so könne die Infrastruktur – Schulen- und Kindergartenplätze oder auch Nahversorgung – mit dem Wachstum Schritt halten.

In Alternativen denken

Eine zentrale Bedeutung kommt dabei dem Flächennutzungsplan zu. Dieses Dokument muss vom Regierungspräsidium abgesegnet werden. Darin enthalten: Die Möglichkeiten, wie eine Siedlung sich entwickeln darf – also beispielsweise, wo Baugebiete entstehen dürfen und wo nicht. Bebauungspläne dürfen dann von den Kommunen selbst erstellt werden. "Und je mehr Flächen im Flächennutzungsplan enthalten sind, desto eher kann man an Alternativen denken", erklärt Eggert. Eine wichtige Voraussetzung, "damit man immer abwägen und sich für die beste Lösung entscheiden kann", so der OB.

Anfang 2017 wird übrigens damit begonnen, einen neuen Flächennutzungsplan zu erstellen, der etwa im Jahr 2020 fertig werden und für 15 Jahre gelten soll.

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