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Calw Nach Felssturz: Waldstraße weiter gesperrt

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Dieses Bild bietet sich Fußgängern und Autofahrer seit fast zwei Monaten – und voraussichtlich noch etliche weitere Wochen. Foto: Fritsch

Calw-Hirsau - Anfang März sorgte ein 20 Tonnen-Felssturz auf der Waldstraße zwischen Althengstett und Hirsau für Entsetzen. Zwei bis drei Wochen sollte die Straße daraufhin gesperrt bleiben. Seither sind mehr als zwei Monate vergangen. Und die Strecke ist immer noch dicht.

Kein Durchkommen auf der Waldstraße von Hirsau kommend. Rot-weiße Absperrgitter stehen auf dem Weg, Schilder weisen auf die Lebensgefahr durch Felsstürze hin. Dieses Bild präsentiert sich Autofahrern und Passanten nun schon seit mehr als zwei Monaten. Damals waren 20 Tonnen Fels vom Hang gestürzt und auf der Straße gelandet. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, auch wenn Ingo Kessel, Geschäftsführer der Gesellschaft für Baugeologie und Messtechnik (GBM) den Vorfall als "Gefahr für Leib und Leben" eingestuft hatte. Kessel wurde vom städtischen Tiefbauamt beauftragt, ein Gutachten zur Situation zu erstellen. Der Experte führte den Felssturz auf "tagelange Regenfälle" zurück, erklärte er damals. Sie hätten mutmaßlich zu Wasserdrücken und Verwitterungsprozessen geführt.

Verwitterungsprozesse sind nicht ungewöhnlich

Diese Verwitterungsprozesse seien nicht ungewöhnlich für den Schwarzwald. Deshalb ließen sich solche Felsstürze auch nicht ohne Weiteres verhindern. Und doch wolle niemand die Verantwortung dafür tragen, dass jemand durch einen Felssturz zu Schaden kommt, erklärt Tiefbauamtsleiter Jürgen Greule.

Das ist auch der Grund, warum die Strecke mehr als zwei Monate nach dem Vorfall immer noch gesperrt sei, meint er. Obwohl damals lediglich von zwei bis drei Wochen die Rede gewesen war.

Unsere Kollegen waren damals vor Ort: "Nach Einschätzung der Geologin kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Steine oder Felsblöcke auf die Straße stürzen." In den vormals genannten drei Wochen sei der Hang von Aufwuchs befreit und was offensichtlich lose war, zu Tal gebracht worden, führt Greule aus. Das Ergebnis der anschließenden Begutachtung ist ernüchternd: Ohne eine Sicherung, also ein "statisch bemessenes, im Hang verankertes Stahlnetz", könne die Verkehrssicherheit nicht wieder hergestellt werden, meint der Tiefbauamtsleiter. Heißt im Umkehrschluss: Kein Stahlnetz, kein Durchgang.

Waldrestaurant trotzdem erreichbar

Derzeit werde das Gutachten fertiggestellt und eine Ausschreibung vorbereitet, "weil bei der zu erwartenden Bausumme eine freihändige Vergabe nicht möglich ist", erläutert Greule. Je nachdem, wie es der Zeitplan der entsprechenden Firmen zulasse, könnten die Arbeiten dann im Juni beginnen. Zehn Wochen werden sie aber voraussichtlich dauern, rechnet Greule vor. Vor August dürfte also kein Durchkommen zwischen Hirsau und Althengstett sein.

Doch was bedeutet das für das Waldrestaurant Fuchsklinge, das nach der corona-bedingten Schließung wieder den Betrieb aufnehmen dürfte? Kann man das Restaurant überhaupt erreichen? Ja, lautet die Antwort von Greule. "Die Einbahnregelung zwischen Fuchsklinge und Althengstett ist aufgehoben."

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