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Calw Miteinander gestalten, Vielfalt erhalten

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Florian Kling bewirbt sich für den obersten Posten im Rathaus. Foto: Rousek Foto: Schwarzwälder Bote

Ein weiterer Kandidat für den Posten des Oberbürgermeisters in Calw steht fest: Florian Kling. Am Freitag, 16, August, hat der 32-Jährige seine Bewerbungsunterlagen eingereicht. Sein Ziel: Er möchte mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

Calw. Im blauen Anzug und mit Krawatte steht Florian Kling vor dem Calwer Rathaus. Den Umschlag mit den Bewerbungsunterlagen hält er in der Hand. Gleich möchte der 32-Jährige seine Kandidatur offiziell machen und den Umschlag in den Rathaus-Briefkasten werfen.

Kling stammt aus Althengstett, seine Vorfahren aus Altburg – der Großvater des Bewerbers hatte dort eine Baufirma. Das Abitur absolvierte Kling am Maria von Linden-Gymnasium. Anschließend zog es ihn erst einmal fort aus dem Nordschwarzwald. Er verpflichtete sich für zwölf Jahre bei der Bundeswehr und studierte in München Staats- und Sozialwissenschaften. Später war der gelernte IT-Offizier in den Niederlanden beim Nato-Hauptquartier als IT-Manager tätig. Sein letzter Posten für die Bundeswehr war in Mannheim, wo er in der Öffentlichkeitsarbeit des Verteidigungsministeriums arbeitete. "Mit der Bundeswehr bin ich in die große, weite Welt gestartet", schmunzelt Kling, der zwar SPD-Mitglied ist, jedoch nicht für die Partei antritt.

Nun zieht es ihn aber wieder zurück in die Heimat. "In den vergangenen Jahren waren meine Frau und ich ständig unterwegs", meint er. Jetzt möchten sie ankommen. In Calw. Kling, der derzeit als Verwaltungsberater in einer Landeshauptstadt tätig ist und sich dort für die Digitalisierung der Verwaltung einsetzt, freut sich über die Chance, in seiner Heimat Verantwortung übernehmen zu können, betont er. "Das ist eine unglaublich spannende Aufgabe."

Finanzeile Situation

Vor allem ein Stichwort ist dem 32-Jährigen dabei wichtig: Bürgerbeteiligung. Ein Thema, das seiner Meinung nach bislang zu kurz kommt. Ein Vorbild in dieser Hinsicht könnte seine aktuelle Heimatstadt Mannheim sein, wo es den sogenannten "Urban Thinkers Campus" gibt – Entwicklungsziele, die die Uno herausgegeben hat, und die auf die Stadt heruntergebrochen werden. Mithilfe eines Konzepts, für dessen Erarbeitung die Calwer Bürger mit ins Boot geholt werden, könnte etwas Ähnliches auch in der Hesse-Stadt entstehen, ist der Kandidat überzeugt. "Wenn man die Leute mitnimmt, kann man etwas bewegen", betont Kling.

Dabei ist ihm bewusst, dass die finanzielle Situation Calws dabei nicht allzu viel Spielraum lässt. Aber durch Fördergelder, langfristige Planung und die Unterstützung von Gewerbegebieten sieht Kling dennoch Chancen für solche Projekte. Ebenso für den Ausbau der Fahrradwege in der Stadt sowie zwischen den Stadtteilen. "Das ist für mich eine Pflichtaufgabe", sagt der Verwaltungsberater.

Überhaupt, findet er, sollten die acht Calwer Stadtteile mehr zusammenwachsen. "Was nicht heißt, dass die Vielfalt, die durch die einzelnen Orte entsteht, nicht erhalten bleiben soll", stellt Kling klar. Er würde gerne die Ortschaftsräte stärken und sich auch für den Arbeitskreis Kernstadt einsetzen – oder vielmehr für die Entstehung desselben. "Ich möchte Scherben, die entstanden sind, zusammenfügen und den Stolz der Calwer beflügeln", meint der Kandidat. Dazu gehöre auch, das teils seit jeher angespannte Verhältnis zu anderen Gemeinden zu verbessern.

13 Jahre lang war Kling in der Welt unterwegs. "In dieser Zeit ist in Calw viel passiert." Umso mehr könne er sich mit einem unverstellten Blick von außen der Situation vor Ort stellen. Was ihm bei Besuchen im Ausland häufig aufgefallen ist: In vielen Museen werden Werke von Calwer Künstlern ausgestellt. "Aber hier habe ich noch nie von ihnen gehört". Etwas, was ihm und seiner Ehefrau, die Kunsthistorikern ist, besonders auffällt. "Calw hat viel Potenzial, das ich gemeinsam mit den Bürgern ausschöpfen und weiterentwickeln möchte." "Miteinander gestalten", so sein Motto. Und: "Ich bin gekommen, um zuzuhören." Konkret bedeutet das zunächst, dass der Kandidat Karten verteilt, auf denen die Bürger ankreuzen können, was ihnen in Calw fehlt, was sie sich wünschen, was man besser machen könnte. "Wir dürfen diese Stadt nicht unter Wert verkaufen, wir müssen die Chancen nutzen."

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