Benjamin Knoll Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder-Bote

Benjamin Knoll möchte die erfolgreiche Arbeit von Hermann Claus fortsetzen

Von Alfred Verstl

 

Calw. Die Übergabe der Geschäfte war offensichtlich kein Problem. Benjamin Knoll will als Geschäftsführer des TSV Calw die erfolgreiche Arbeit von Hermann Claus fortsetzen. In der Phase des Übergangs – Knoll ist seit Mitte Februar in Calw – hat er viel mit seinem Vorgänger besprochen. Seit dem 1. März hat er offiziell seine Tätigkeit für den größten Verein im Sportkreis Calw (1832 Mitglieder) aufgenommen.

"Was Hermann Claus in den 17 Jahren, in denen er für den TSV Calw tätig war, aufgebaut hat, ist wirklich eine große Sache", schwärmt Knoll. Das ist für den 27-Jährigen allerdings kein Grund, sich auf den Lorbeeren seines Vorgängers auszuruhen.

"Stillstand ist Rückschritt" macht er seinen Standpunkt deutlich. "Wenn die Sporthalle kommt, ergeben sich natürlich neue Möglichkeiten", deutet Knoll die Richtung an. Was sich da so alles ergeben könnte, werde derzeit mit dem Vorstand besprochen.

Benjamin Knoll wurde in Albstadt geboren. Dort hat er sein Abitur gemacht und seinen Zivildienst abgeleistet. Mehr als sechs Jahre hat es als freier journalistischer Mitarbeiter über das Sportgeschehen im Zollernalbkreis berichtet, unter anderem für den Schwarzwälder Boten.

An der Künzelsauer Außenstelle der Hochschule Heilbronn hat er dann Betriebswirtschaftslehre mit der Fachrichtung Sportmanagement studiert. In seinem zweiten Praxis-Semester führte ihn der Weg in die Verwaltung der TUI-Arena in Hannover.

Dort verstand sich der Schwabe gut mit Geschäftsführer Marco Stichnoth. Der ist in Personalunion auch Manager der Hannover Scorpions, dem deutschen Eishockeymeister 2010. Als sich für Knoll nach dem Examen 2008 die Möglichkeit bot, nach Hannover zurückzukehren, hat er nicht lange überlegt. Er wurde bei den "Skorpionen" Assistent der Geschäftsführung. Da war er zum einen verantwortlich für Rechnungswesen und Controlling, zum anderen war er Ansprechpartner für die Spieler "abseits des Eises", wie er sagt. Da hat er sich vor allem um die zehn ausländischen Profis gekümmert, die oft nicht oder nicht gut Deutsch sprechen. Das reichte von der Gehaltsabrechnung über die Wohnungssuche bis zum Autokauf. Aus privaten Gründen zog es ihn dann wieder zurück in den Süden. Da sei das Angebot des TSV Calw gerade recht gekommen.