Eine Ritterburg erhebt sich inmitten einer modernen Eisenbahnstrecke. Foto: Stocker

Jugendhaus: Kinder lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Organisatoren denken an eine Neuauflage.

Calw - 33 Mädchen und Jungen hatten im Jugendhaus ihren Vorstellungen von Calws erster Lego-City ein Gesicht gegeben.

Die ersten Familienangehörigen der Baumeister strömten bereits in das Jugendhaus, als die Kinder noch mit den letzten Handgriffen beschäftigt waren, um die Stadt vollends fertigzustellen. Die Mädchen und Jungen überraschten mit einer erstaunlichen Umsetzung, wie nicht nur Landesjugendreferent Matthias Lange vom Südwestdeutschen Jugendverband Entschieden für Christus (SWD-EC) feststellte.

Sagenhafte Geduld

"Da war unglaublich viel Präzision beim Bau eines Traktors mit Anhänger notwendig. Hinzu kam die sagenhafte Geduld, um die Zuschauer ins Stadion einzusetzen", zollte er den Kindern Anerkennung. Allein für die Fußball-Fans brauchte Jason eineinhalb Stunden.

Mit Sinn für Realität

Die erste Calwer Lego-City zeigte sämtliche Vorlieben und Wünsche für ein Lebensumfeld, wie sie sich die Baumeister im Alter von acht bis zwölf Jahren wünschen. Vom Bauernhof über die Mega-Stadt bis hin zum Villenvorort oder dem Sandstrand fehlte nichts. Mit dem Bahnhof und dem Flugplatz hatten die Kinder auch an wichtige Infrastruktureinrichtungen gedacht. Inmitten einer von Blumen gesäumten Eisenbahnstrecke erhob sich eine mittelalterliche Ritterburg. Visionen von einer modernen City wurde mit der Pokémon-Figur Pikachu abgerundet. Rummelplatz, Kartbahn, Shuttle-Startrampe und Pyramide zeugten sowohl von Fantasie als auch vom Realitätssinn der jungen Baumeister.

Alle Kinder bekamen eine Urkunde. Eltern, Großeltern und Geschwister brauchten im Anschluss Zeit, um die gesamte Lego-City zu erfassen, zumal etliche Einrichtungen auch tatsächlich in Funktion waren, wie beispielsweise der moderne Zug.

Für die Organisatoren von SWD-EC und Stadtjugendreferat ist indes bereits klar, dass es eine Neuauflage des Angebots geben soll. Dies habe eine Flut von Anmeldungen gezeigt, wie Jugendhausleiter Yasin Akyüz berichtete.