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Calw Künstler kommentiert Passionsgeschichte musikalisch

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Der Barock-Oboist und Flötist Martin Stadler wird die Konzertreihe in Sankt Aurelius eröffnen. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Calw-Hirsau. Die Konzertreihe Sankt Aurelius startet am 18. März mit einem Solokonzert in die neue Saison.

Es ist inzwischen ein fester Brauch der Konzertreihe Sankt Aurelius, vor Ostern ein in die Passionszeit passendes Programm zu bieten. In diesem Jahr wird das Konzert am ersten Passionssonntag die Konzertsaison 2018 eröffnen. Unter dem Titel "Eli, Eli, lama sabachthani" werden die Musiker Werke von Johann Sebastian Bach, Carl-Philipp Emanuel Bach, Ignaz Franz Biber, François Couperin und Marin Marais darbieten.

Der Konzerttitel ist ein in der Leidensgeschichte nach Matthäus und Markus überlieferter Ausruf Jesu, dessen deutsche Übersetzung "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" lautet. Martin Stadler, Barock-Oboist und Flötist, ist seit Jahrzehnten als Solist und Kammermusikpartner international gefragt. Er ist seit vielen Jahren erster Oboist der "Nederlandse Bachvereniging". Jahr für Jahr ist diese mit Bachs Matthäuspassion in aller Welt unterwegs. Allein in diesem Jahr wird Stadler sie zwölfmal aufführen. Der Musiker beherrscht seine Instrumente – die Barockoboe und verschiedene Blockflöten – in größter Perfektion, heißt es in einer Ankündigung. Die Instrumente sollen den Charakter der Passionstexte unterstreichen und auf ihre Art in ein anrührendes musikalisches Bild verwandeln.

Sinnhafte Dimension

Anders als Joseph Haydn in seinen berühmten "Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" wählte Martin Stadler für seine Passionsbilder nicht nur einzelne Jesus-Zitate aus, sondern bezieht sich auf ganze Szenen der Passionsgeschichte. Er kommentiert sie durch Stücke barocker Instrumental-Literatur. So kombiniert der Künstler etwa den Garten Gethsemane nach Lukas 22, 39 – 42 mit drei Sätzen aus Bachs berühmter Partita BWV 1004, die er für Oboe bearbeitet hat.

Jesu Liebesgebot aus Johannes 15, 12-17 stellt er die Chaconne aus derselben Violinsonate zur Seite – dieses Mal jedoch auf der Blockflöte interpretiert. Dazwischen hören die Konzertbesucher fünf weitere "ins Bild gesetzte Musikstücke". So etwa die Passacaglia, die Ignaz Franz Bibers berühmte Rosenkranzsonaten abschließt. Diesem Stück, das auf der Blockflöte gespielt wird, wird die Szene mit den drei Marien und Johannes unter dem Kreuz nach Johannes 19, 25-27 zu Grunde gelegt. Das Konzert erhalte dadurch eine weitere sinnhafte Dimension, heißt es. Denn es werden nicht nur Bibeltexte und Musik verbunden, sondern die "ins Bild gesetzte Musik" wird auch durch Werke der Malerei und Bildhauerei illustriert.

So hat Stadler, passend zu den sieben musikalischen Szenen, in seiner Heimat, der Bodensee-Gegend, Darstellungen der entsprechenden Passionsszenen fotografiert. Diese Fotos von religiösen Kunstwerken unterschiedlicher Epochen werden jeweils beim passenden Stück zu sehen sein.

So erwarte die Besucher der ersten Aufführung der Reihe Sankt Aurelius im Konzertjahr 2018 ein spannender, abwechslungsreicher Abend, heißt es in der Ankündigung. Dieser soll nahtlos an die Vorspiele der vergangenen Jubiläumsspielzeit anknüpfen.

Das Konzert am 18. März beginnt wie alle der Reihe Sankt Aurelius um 19 Uhr. Karten zum Preis von 14 Euro, beziehungsweise zehn Euro für Schüler und Studenten, gibt es ab 18 Uhr an der Abendkasse.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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