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Calw Kirche dem Erdboden gleichgemacht

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Die Architekten haben den Entwurf für den Neubau mehrfach überarbeitet. Visualisierung: Neuapostolische Kirche Süddeutschland Foto: Schwarzwälder Bote

Wirklich begeistert waren einige Stadträte bis zum Schluss nicht, doch zugestimmt haben sie dem Abriss sowie dem Neubau der Neuapostolischen Kirche Stammheim in der geplanten Form schließlich. Der Abriss des alten Gebäudes ist inzwischen ­geschehen.

Calw-Stammheim. Nachdem die Neuapostolischen Kirchengemeinden Stammheim, Heumaden und Holzbronn sich zusammengeschlossen haben, wollen sie künftig an einen Standort zusammenrücken. Auserkoren haben sie dafür Stammheim. Doch das Kirchengebäude dort ist bereits in die Jahre gekommen. Um zusätzlich noch mehr Platz zu schaffen, fasste die Neuapostolische Kirche den Entschluss, auf dem Gelände der bestehenden Kirche eine neue zu bauen. Logischerweise muss dafür das alte weichen.

Grundsätzlich hatte der Calwer Gemeinderat diesen Plänen auch nichts entgegenzusetzen. Wäre da nicht die südöstliche Fassade des Gebäudes. Diese war nämlich ursprünglich als kahle, weiße Betonwand geplant. Rund 100 Quadratmeter groß. Zweimal wurde der Tagesordnungspunkt, der ursprünglich die Befreiung der Traufhöhe wegen des geplanten ­Kirchturms behandeln sollte, vertagt. Beim dritten Mal im Januar diesen Jahres stellten Marcus ­Kaestle vom Architekturbüro "Kaestle&Ocker" und Stefan Pfäffle von der Abteilung Bau/Unterhalt der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland einen überarbeiteten Entwurf vor. Laut diesem wurde die Höhe traufseitig um 1,40 Meter auf 9,60 Meter reduziert und einiges an der Gestaltung verändert. Das Emblem der Neuapostolischen Kirche solle demzufolge die viel diskutierte Wand zieren. Überdies werde man die Fassade von oben (durch Blech) und von unten (durch Bepflanzung) optisch kürzen.

Mehrheit im Rat

Zu einem einstimmigen Ergebnis hat es trotz alledem zwar nicht gereicht, doch zumindest erlangten die Pläne eine Mehrheit im Gemeinderat. Das war der Startschuss für die Neuapostolische Kirche in Stammheim. Nachdem die Vergabe der Arbeiten über die Bühne gegangen war, habe man sofort mit dem Bau begonnen, sagt Cornelia Moog, Architektin der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten.

Das alte Kirchengebäude sei bereits Ende Juli dem Erdboden gleichgemacht worden. Mitte August habe man dann mit dem Erdbau beziehungsweise den Fundamenten für den Neubau begonnen, führt Moog weiter aus. "Aktuell werden bereits die ersten Wände geschalt." Insgesamt, meint Moog, "liegen wir sehr gut im Zeitplan".

Gesetz dem Fall, es ginge so weiter, würde der Rohbau bis zum Ende des kommenden Frühjahrs stehen. "Dann startet der Innenausbau", erläutert die Architektin. Komplett fertig könnte die Neuapostolische Kirche in Stammheim Anfang 2022 sein.

Bei Feierstunde entweiht

Im Juli, kurz vor dem Abriss, wurde das ehemalige Kirchengebäude im Rahmen einer kleinen Feierstunde entweiht. Knapp 45 Jahre lang sei die Kirche in der Mühlackerstraße Heimat für viele Gläubige gewesen, ist auf der Homepage der Gemeinde zu erfahren. Daher sei durchaus auch etwas Wehmut beim Abschied zu spüren gewesen. Bis nun das neue Bauwerk eingeweiht werden kann, nutze die Gemeinde laut Homepage das Neuapostolische Kirchengebäude in Heumaden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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