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Calw Kinderpornografie: Koch muss hinter Gitter

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Ein 43-Jähriger musste sich wegen Kinderpornografie vor dem Gericht verantworten. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock/icsnaps

Calw - Das Verfahren gegen einen 43-jährigen Koch hat zwar nicht so hohe Wellen geschlagen wie das gegen den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Eda­thy. Die beiden verbindet aber die unrühmliche Gemeinsamkeit, sich Kinderpornografie beschafft zu haben und über die selbe polizeiliche Aktion gestolpert zu sein. Deswegen wurde der Koch jetzt vom Calwer Strafgericht zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe verurteilt.

"Aufgrund des ersichtlichen Inhalts, laut dem viele Kinder und Jugendliche missbraucht wurden, ihnen extreme Schmerzen zugefügt wurden und sie noch heute leiden, kann es nicht mehr um eine Geldstrafe gehen", so die Vorsitzende Richterin Siewert-Schatz in ihrer Urteilsbegründung. Der Angeklagte habe sich die Bilder und Videos nicht zufällig angeschaut, sondern bewusst heruntergeladen und auf einem separaten Speicherforum gesichert. Dem Urteil zufolge war dabei die Rede von 81 Dateien.

Auf die Schliche kam man dem Beschuldigten offenbar über eine internationale Kundenliste im Zuge der Operation Spade in Kanada, die unter anderem 805 deutsche IP-Adressen beinhaltete. Darunter auch die des Angeklagten. "Man hat sich auf dem entsprechenden Portal anmelden müssen und erhielt nach einer Kreditkartenzahlung den Zugang zu dem kinder- und jugendpornografischen Material", erläuterte ein Kriminalhauptkommissar während der Verhandlung. Das Bundeskriminalamt habe festgestellt, dass der Beschuldigte sechs Mal eine Bestellung aufgegeben hat.

Bei Durchsuchung Dateien gefunden

Bei einer Durchsuchung im März vergangenen Jahres wurden dann die Dateien gefunden, wie Staatsanwalt Schumann bei der Verlesung der Anklageschrift vorgetragen hat. Er beantragte eine Freiheitsstrafe.

"Ich kann heute nicht mehr sagen, warum ich das gemacht habe", sagte der Angeklagte, der von Anfang an geständig war. Sein Verteidiger Michael Schilpp hielt deshalb den Antrag Schumanns für überzogen und plädierte auf eine Geldstrafe. Schließlich würde sich sein Mandant sich auch im sozialen Bereich engagieren. Doch das beeindruckte die Richterin nicht. Zwar wirkten sich Geständnis und die Tatsache, dass keine Vorstrafen vorlagen, auf ein positiveres Strafmaß aus. Doch um die Freiheitsstrafe kam der Angeklagte nicht herum. Sie wird zur Bewährung auf drei Jahre ausgesetzt. Darüber hinaus muss der Beschuldigte 4000 Euro an den Deutschen Kinderschutzbund zahlen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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