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Calw Jugendsport zu – aber Jugendhäuser offen?

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Jürgen PrchalFoto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Calw (ahk). So wirklich Sinn macht für Calws Sportkreisjugendleiter Jürgen Prchal der von der Politik verordnete Lockdown des Jugendsports nicht – wenn gleichzeitig die Jugendhäuser ausdrücklich geöffnet bleiben dürfen. "Auch der Jugendsport erbringt eine Betreuungsleistung." Da einen Unterschied zu machen, sei nicht schlüssig.

Allerdings: "Gesundheit geht grundsätzlich vor den Interessen des Sports", und es sei ja offenkundig, dass das Infektionsgeschehen allgemein "wieder deutlich anzieht". Wobei Prchal ausdrücklich auch von "schwarzen Schafen" in den eigenen Reihen berichtet: Von teilweise viel zu geringen Abständen beim Publikum von Liga-Spielen etwa, wie Prchal als Schiedsrichter im Jugend-Fußball beobachtet hat. "500 Leute am Spielfeldrand, dicht an dicht, ohne Mund-Nasen-Schutz". Oder feiernde Mannschaften mit ihren Trainern in ultraengen Umkleidekabinen. Ebenfalls ohne Mund-Nasen-Schutz. "Das könnte man als Infektionsherd deuten", nicht nur bei der Jugend – auch bei den Erwachsenen. Wobei Prchal aber klarstellt: "Der Großteil der Vereine hält sich an alle Abstands- und Corona-Regeln."

Auch für Matthias Leyn, Calws Sportkreis-Präsident, ist der Lockdown "fatal gerade für die ganze Jugendarbeit". Das sehe er auch an seinem eigenen Sohn, der nun kein Fußball mehr spielen dürfe. "Auf der anderen Seite – es bleibt uns nichts anderes übrig, als der Politik zu folgen." Und zu hoffen, "dass der Lockdown auch tatsächlich etwas bewirkt" und in einem Monat der Sportbetrieb in den Vereinen wieder ganz normal fortgesetzt werden könne. Aber noch "gibt es eine Schockstarre", so Leyn. Wobei auch er – als Bürgermeister der Gemeinde Schömberg – noch mehr über den Lockdown der Gastronomie "entsetzt" sei. Die Branche habe viel getan, um den Besuch in ihren Häusern für die Gäste sicher zu machen. Daher sei der Entscheid der Politik, hier alles kompromisslos zuschließen, auch in seinem Ort "besonders bitter".

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