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Calw Jede Stadt hat etwas, was es noch nie zuvor gegeben hat

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Die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache. Foto: Rousek Foto: Schwarzwälder Bote

Calw-Hirsau. Legostein für Legostein setzen die Kinder aufeinander. Ein Leuchtturm entsteht, ein paar Tische weiter ein Rathaus mit einem großen Balkon, auf dem der Bürgermeister steht. Bei den Lego-Tagen der Gemeinde Gottes in Hirsau sind der Fantasie der Kinder keine Grenzen gesetzt. Innerhalb von drei Tagen bauen sie eine gesamte Stadt aus rund 200 000 Lego-Steinen. Diese wird dann im Rahmen eines Gottesdienstes am Sonntag, 6. Januar, ab 10.30 Uhr eingeweiht.

Mehr als 50 Kinder stehen jeweils in kleinen Gruppen an Tischen zusammen, rund um ihr Bauwerk. "Sie können sich aussuchen, ob sie frei bauen oder an einem Projekt arbeiten wollen", erklärt Jürgen Kraft, der "Oberarchitekt". Er hat das Ganze überhaupt erst möglich gemacht. Seit Jahren tourt er hobbymäßig mit seinem Anhänger voller Spielsteine durch die Region und bietet für Gruppen die Lego-Tage an. Kraft ist begehrt – schon ein Jahr im Voraus musste die Gemeinde Gottes den Termin festklopfen, verrät Julia Hoss, eine ehrenamtliche Helferin.

Entsprechend groß ist der Erfahrungsschatz von Kraft. Er hat nämlich nicht nur Dutzende Holzkisten dabei, in denen sortiert die verschiedenen Lego-Steine liegen, sondern auch Baupläne und Fotos von vorangegangenen Projekten – als Inspiration.

Grundstücke zuweisen

"Es gibt bei den Lego-Städten zwar Ähnlichkeiten, aber jede hat auch viel eigenes", erzählt er. Jedes Mal, wenn er mit einer Gruppe eine Stadt gebaut hat, entdeckte Kraft etwas, was er zuvor noch nie gesehen hat. "Das ist auch für mich immer das Spannende. Jetzt ist es zum Beispiel das Stadion, das es in dieser Form noch nie gab."

Der "Oberarchitekt" hat alles im Griff. Mit seiner orangenen Warnweste und seinem roten Bauhelm sieht er aus, als befinde er sich wirklich auf einer Baustelle. Und im Grunde tut er das ja auch. Kraft weist Grundstücke zu, gibt hier und da Hilfestellungen, verteilt Baupläne. Manche Gruppen ziehen es jedoch vor, einfach darauf los zu bauen. So entsteht zum Beispiel ein Turm, der schon so hoch ist, dass eine der Bauherrinen auf einem Stuhl stehen muss, um am Dach arbeiten zu können. Die Kinder, die zwischen sieben und zwölf Jahre alt sind, sind voll motiviert. "Lediglich in der zweiten Bauphase werden die kleineren manchmal müde", meint eine Helferin.

Auch die Erwachsenen selbst scheinen ihren Spaß zu haben. "Sie machen das wirklich gut, obwohl es manchmal schwieriger ist, wenn man älter wird", lobt Kraft. Die größte Aufgabe steht ihnen aber noch bevor: Nach der ­Eröffnung ist nämlich abbauen und sortieren angesagt. Jeder einzelne Stein muss wieder in das Fach, aus dem er genommen wurde. "Aber ich habe ein bestimmtes System, dann ist das in rund zweieinhalb Stunden geschafft", wiegelt der Initiator der Aktion ab.

Doch woher hat dieser Mann überhaupt die ganzen Lego-Steine? Viele habe er gebraucht gekauft, andere über bestimmte Plattformen, in denen man weltweit gezielt nach bestimmten Teilen suchen kann. Gelagert werden sie ordentlich verpackt im Anhänger. Bis Kraft zur nächsten Gruppe fährt, die eine Metropole aus den bunten Steinen errichtet.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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