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Calw Interesse der Bürger an Kultur wächst

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Beim Sommerferienprogramm 2019 wird es noch mehr Angebote geben, bei denen die Kinder auf ihre Kosten kommen, wie hier im vergangenen Jahr beim Traillauf. Foto: Maidorn-Groth

Calw - Das Thema Kultur hat für die Stadt Calw einen großen Stellenwert. Das zeigt sich auch beim Veranstaltungsplan für das Jahr 2019, den Hans-Martin Dittus in der Sitzung des Kultur-, Schul- und Sportausschusses vorstellte. 955 Veranstaltungen soll es ­geben.

Im Vergleich: Im Laufenden Jahr gab und gibt es 974 Events. Der geringfügige Rückgang habe aber nichts mit einer schwindenden Nachfrage der Besucher zu tun, betont Kulturamtsleiter Dittus. Ganz im Gegenteil. "Da es kein Stadtfest gibt, fallen schon mal drei Veranstaltungen weg, wir haben keine Partnerschafts-Jubiläumsfeiern und auch die Musikschule hat mal mehr und mal weniger Termine", erklärt er. Die Entwicklung der Besucherzahlen stelle sich ganz erfreulich dar: "Das Interesse der Bevölkerung steigt", freut er sich. Das Besuchsverhalten ändere sich lediglich dahingehend, dass die Bürger lieber öfter zu kleinen Veranstaltungen gehen, anstatt nur wenige Male im Jahr die großen Bühnen aufzusuchen. "In Summe steigt die Zahl der Besucher aber leicht", berichtet Dittus.

Viel Neues gibt es im Veranstaltungsplan für 2019 nicht. Jedoch sind "Wiederauflagen" mancher Ereignisse geplant, so zum Beispiel des Nordschwarzwaldtags, der nur alle zwei Jahre stattfindet. Die Kinderstadt "Mini-Calw" wird ebenfalls nur im Zwei-Jahres-Rhythmus aufgebaut – dieses Jahr, 2019 aber nicht. "Dafür gibt es ein umfangreicheres Sommerferienprogramm", betont Dittus. 50 Angebote sind dort vom Stadtjugendreferat geplant, es wird mit 400 teilnehmenden Kindern gerechnet.

Den zahlenmäßig mit Abstand größten Block an Veranstaltungen stellt die Stadtinformation auf die Beine. 600 Führungen, darunter Stadt-, Hesse-, Kloster- und Themenführungen soll es geben. Insgesamt rechnet das Kulturamt mit 10 500 Besuchern.

Auch die städtische Musikschule hat sich mit 111 Veranstaltungen so einiges vorgenommen. Schülervorspiele, Auftritte bei anderen Einrichtungen und vieles mehr sollen rund 8550 Besucher anlocken. Das Angebot der Musikschule sowie die 17 geplanten Veranstaltungen der Aurelius Sängerknaben sind die einzigen, bei denen mehr Einnahmen geplant sind als Ausgaben.

Alles in allem werden die Ereignisse im Veranstaltungsplan die Stadt nämlich voraussichtlich 259. 500 Euro kosten. Demgegenüber stehen Einnahmen von 116. 050 Euro. "Das ist aber normal bei Kulturveranstaltungen – auch bei großen Einrichtungen", wiegelt Dittus ab. "Kultur soll für alle zugänglich sein." Deshalb müsse man die Eintrittspreise so gestalten, dass es sich jeder leisten kann, eine Karte zu kaufen. Sonst laufe man Gefahr, dass am Ende keiner mehr kommt. "Die Kultur ist der Stolz einer Stadt, sie zeigt welche guten Geister und welche Geschichte eine Stadt hat", findet der Kulturamtsleiter. Deshalb müsse man da Geld in die Hand nehmen.

OB wünscht sich ein Kinderfest

Dass die Stadt ihre Veranstaltungen schon so weit im Voraus plant sei gang und gäbe, erklärt Dittus. Schließlich müssen die Mittel dafür in den Haushaltsplan eingestellt werden, sie müssen organisiert werden und zuvor noch vom Ausschuss abgesegnet werden. Die Räte stimmten dem Veranstaltungsplan einstimmig zu. Wenngleich Udo Raisch alles andere als begeistert von der Darstellung der Tabellen war. "Das ist für mich nicht transparent, weil keine Vergleichszahlen geliefert werden", bemängelte er. Auch störte er sich daran, dass die kalkulierten Besucherzahlen sich kaum verändern über die Jahre, beziehungsweise unkonkret seien. "Das ist ein Jahr im Voraus schwierig zu planen, weil zum Beispiel das Wetter eine große Rolle spielt", verteidigte sich Dittus. "Daher veranschlagen wir auch bei den Kosten mehr."

OB Eggert lobte das breite Spektrum an Kulturveranstaltungen in seiner Stadt. Er würde sich außerdem ein Kinderfest wünschen. "Wir schauen mal danach aber dieses Jahr wird das sicherlich nichts", sagte Dittus. Im Veranstaltungsplan 2019 finde sich aber vielleicht noch ein Plätzchen dafür.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

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