Tourismus: Bau- und Umweltausschuss vergibt Arbeiten / Förderbescheid ist eingegangen

Bis zum Ende des Jahres soll es sechs neue Wohnmobilstellplätze in Hirsau geben. Das beschloss der Bau- und Umweltausschuss bereits im vergangenen Jahr. Nun hat er auch die entsprechenden Tief- und Straßenbauarbeiten vergeben.

Calw-Hirsau. Schon seit längerem war klar, dass die Wohnmobilstellplätze beim alten Bahnhof keine Zukunft haben. Weder liegen sie zentral, was für Besucher von großer Bedeutung ist, noch ist die Umgebung ruhig. Bahn, Bundesstraße sowie die Arbeit der Post, die schon in den frühen Morgenstunden beginnt, stören.

Deshalb wurde im vergangenen Jahr entschieden, neue Stellplätze für Wohnmobile in Hirsau, westlich der B 463, anzulegen. Und zwar gegenüber der ­Straße, die vom Ottenbronner Berg herabführt. Dieser Vorschlag der Calwer Stadtverwaltung wurde damals im Bau- und Umweltausschuss weitgehend ohne Diskussion abgesegnet.

Stadt muss die Hälfte der Kosten tragen

Einziger Kritikpunkt einiger Räte: Ein eventuelles Parkplatzproblem für Gottesdienstbesucher der Gemeinde Gottes. Aus diesem Grund stand eine Reduzierung der Stellplätze von sechs auf vier im Raum. Das Gremium einigte sich schließlich bei einer Gegenstimme darauf, sechs Plätze anlegen zu lassen. Vier große und zwei etwas kleinere. Der Kompromiss: ein Schild mit der Aufschrift "Parken frei während des Gottesdienstes".

In der damaligen Sitzung wurde als Voraussetzung für die Schaffung der neuen Stellplätze eine Tourismus-Förderung vom Land Baden-Württemberg aufgeführt. Vor rund einem Monat war nun die Förderzusage eingegangen. Das Land beteiligt sich zu 50 Prozent an den anrechenbaren Baukosten. Von den Gesamtkosten in Höhe von knapp 100 000 Euro muss die Stadt Calw also etwa 50 000 Euro selbst tragen.

Der nächste Schritt: Die Vergabe der Tief- und Straßenbauarbeiten. Da mehrere Angebote eingegangen waren – was in jüngerer Vergangenheit nicht bei allen Bauvorhaben der Fall war – hatte die Verwaltung die Möglichkeit, sich für das preisgünstigste zu entscheiden. Dies hatte die Firma Friedrich Wiesmüller Bauunternehmung GmbH aus Böblingen mit einer Angebotssumme von rund 92 000 Euro abgegeben.

Elektroanschluss und Entsorgungsstation

Einstimmig entschied sich das Gremium für die Vergabe an das Unternehmen.

Noch in diesem Sommer sollen die Arbeiten beginnen. Ursprünglich war man von einem Baubeginn im Juni ausgegangen – wegen des verzögerten Förderbescheids musste dieser Termin nach hinten verschoben werden. Die Fertigstellung der sechs neuen Wohnmobilstellplätze soll im Dezember erfolgen. Jeder der neuen Plätze soll einen Elektroanschluss bekommen; darüber hinaus ist eine zentrale Entsorgungsstation mit Wasseranschluss im Bereich der Zufahrt vorgesehen.

Sobald die Wohnmobilstellplätze in Hirsau fertig sind, sollen die alten in der Kernstadt aufgegeben werden, erklärt Oberbürgermeister Ralf Eggert auf Anfrage unserer Zeitung.

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