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Calw Haus Torgasse 5: Bauherr plant Abriss und Neubau

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Das Haus mit der Adresse Torgasse 5 in Calw könnte bald einem Neubau weichen. Foto: Klormann Foto: Schwarzwälder Bote

Calw. Das Haus mit der Adresse Torgasse 5 in Calw, schräg hinter dem Seniorenzentrum gelegen, steht seit langer Zeit leer. Nun liegen Pläne vor, das Gebäude abzureißen und an selber Stelle einen Neubau zu errichten – vorausgesetzt, das Landesamt für Denkmalpflege stimmt dem Vorhaben zu.

Der Bau- und Umweltausschuss der Stadt wurde in seiner jüngsten Sitzung nun über den Stand des Projektes informiert. Nicht bei allen Räten stießen die Pläne auf bedingungslose Gegenliebe.

"Muss man das dringend abreißen?", fragte beispielsweise Oliver Höfle (Gemeinsam für Calw). Immerhin handle es sich um ein "schönes altes Haus", das auch noch nicht verfalle. Auch Irmhild Mannsfeld (Neue Liste Calw) erklärte, dass es ihr lieber wäre, wenn man sich Gedanken um die Rettung des Gebäudes machen würde. "Es ist wirklich ein wunderschöner Blickfang", betonte sie.

Hans Necker (Neue Liste Calw) schloss sich dieser Ansicht teilweise an: "Gerne sehen wir es nicht", meinte er mit Blick auf den vorgesehenen Abriss. Andererseits sei auch niemandem gedient, wenn das Haus weiter leer stehe. Durch das Neubauvorhaben ergebe sich immerhin die Möglichkeit für neuen Wohnraum.

Ulrich Ziermann, Leiter der Abteilung Bauordnung, erläuterte zudem, dass eine Sanierung "nur bis zu einem gewissen Maß zumutbar" sei. Und das Gebäude Torgasse 5 sei, so heißt es in der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung, in einem Zustand, in dem eine Sanierung oder Modernisierung nicht mehr wirtschaftlich erfolgen könne.

Ein Stockwerk niedriger

Das Bauvorhaben sieht ein Gebäude mit fünf Stockwerken – Untergeschoss, Erdgeschoss, Obergeschoss und zwei Dachgeschosse – vor. Insgesamt sollen sechs Wohneinheiten mit Wohnungsgrößen zwischen 42 und 100 Quadratmetern darin Platz finden. Das noch bestehende Gebäude ist um ein Stockwerk niedriger. Der geplante Neubau füge sich dennoch besser in die Umgebungsbebauung ein, so die Einschätzung der Verwaltung.

Wenig begeistert zeigten sich mehrere Räte von dem Vorhaben, Balkone zu errichten, die mit Pfosten auf der Stadtmauer aufgestützt werden sollen. Necker bezeichnete es sogar als eine "wesentliche Forderung", dies nicht zuzulassen. "Auf die Stadtmauer sollte man ein besonderes Augenmerk richten", betonte er. Andernorts sei in der Vergangenheit sogar bereits ein Stück des historischen Bauwerks abgerissen und überbaut worden. Dieter Kömpf (Freie Wähler) regte an, ein Sicherungskonzept vom Bauherrn zu verlangen, das den Bestand der Stadtmauer sichert. Zwecks der Balkonpfosten hatte Ziermann übrigens bereits eingangs erklärt: "Es ist unser Bestreben, das nicht zuzulassen."

Jürgen Ott bereitete noch das Stellplatzproblem Sorgen. Denn aufgrund der Stadtmauer sowie der Topografie sind keine Unterkellerung und auch keine Tiefgarage vorgesehen, da dies technisch zu aufwendig wäre. Und laut Paragraf 37 Absatz sieben der Landesbauordnung müsse eine Befreiung von der Pflicht, Parkflächen zu schaffen, zugelassen werden, falls dies unmöglich oder unzumutbar ist. Ott schlug daher vor, den Bauherren zu verpflichten, stattdessen zwei oder drei Stellplätze in einem der Parkhäuser dauerhaft anzumieten. Dies wiederum, so erklärte Ziermann, sei baurechtlich nicht möglich.

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