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Calw Große Hilfe für kleine Krankenhäuser in Afrika

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Ordensschwester und Hospitalchefin Jane Frances mit Wolfgang Fischer, der seit 2011 den Verein leitet. Foto: Verein Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Calw/Sindelfingen. Der Verein "Partnerschaft Gesunde Welt – Klinikverbund Südwest" hat einen neuen Rekord gebrochen: Wolfgang Fischer, seit 2011 Vorsitzender des Vereins, berichtete bei der Mitgliederversammlung im Sindelfinger Krankenhaus von einem 2019 angepeilten Vermögensstand in Höhe von 150 000 Euro. Geld, das für einen guten Zweck eingesetzt wird.

Der Verein finanziert sich vornehmlich über Mitgliedsbeiträge, private Spenden und zunehmend Spenden aus der Wirtschaft und Förderbeiträgen. In der kurzen Vereinsgeschichte konnten bisher Projekte im Umfang von einer halben Million Euro direkt finanziert und Geräte und Material für Partnerkrankenhäuser in Afrika im Wert von umgerechnet knapp einer Million Euro zur Verfügung gestellt werden.

Bemerkenswert ist, dass die gesamte Arbeit von Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich geleistet wird. Allein mit Hilfseinsätzen vor Ort in Uganda und Nigeria kommen die Helfer bereits auf über 2 500 Arbeitstage. Flüge, Unterkunft und Verpflegung werden von den ihnen selbst bezahlt. Die gesamten Verwaltungskosten des Vereins liegen bei unter einem Prozent.

Im Moment werden gerade drei Fotovoltaikanlagen auf die Dächer von drei Hospitäler in Uganda installiert. Fischer legt im Hinblick auf die Arbeitsplätze Wert darauf, dass dies eine einheimische Firma erledigt. In einem ugandischen Hospital operierte jüngst ein Vereins-Team Leistenbrüche, "teilweise seit Jahren nicht versorgt und oft dramatisch anzusehen". Für ein Waisenhaus wird dringend ein Kleinbus benötigt und ebenfalls 2019 beschafft.

Ordensschwester Jane Frances, die Chefin eines kleineren Landkrankenhauses in Uganda, erzählte auf der Mitgliederversammlung, wie positiv sich das Haus seit Beginn der Partnerschaft 2013 mit dem Verein bis heute entwickelt habe. Damals arbeitete ein Arzt im Hospital, heute sind es zehn, die diverse Spezialabteilungen leiten. Die Patientenzahlen und Einnahmen steigen entsprechend. Basis dafür sind natürlich medizinische Geräte, die der Verein organisiert hat, wie die Röntgenanlage oder Sonografiegeräte. Aber auch Betten, OP-Tische, Wärmebettchen für Frühgeborene, Sauerstoffkonzentratoren oder auch ein Notstromgenerator, der wegen der häufigen Stromausfälle notwendig ist.

"Am wichtigsten ist aber der persönliche Einsatz vor Ort, wo unsere Fachleute erst einmal erklären, wie die Sachspenden funktionieren, optimal eingesetzt, aber auch gewartet werden. Vorbildliches Arbeiten bringt viel", so Fischer.

Das Hospital kann nun auch Personal besser an sich binden, weil ein Betriebskindergarten gegründet wurde und es auch Kinder-Patenschaften gibt. 2018 belegte das Hospital in einem Klinikwettbewerb, an dem 33 ugandische Häuser teilnahmen, Platz 3.

Die dringend benötigte solar-betriebene große Wasserpumpe für die Versorgung des gesamten Hospitals für 9 000 Euro genehmigte die Mitgliederversammlung zur Freude von Schwester Jane Frances am gleichen Abend.

Der Sindelfinger Verein besteht in der Zwischenzeit durch den regen Zulauf aus 362 Mitglieder. Nur noch 15 Prozent davon sind Krankenhausmitarbeiter. Die meisten wohnen in Weil der Stadt und Sindelfingen, dann viele in den Landkreisen Böblingen und Calw, ein immer größer werdender Teil in ganz Deutschland.

Wolfgang Fischer, Chefapotheker Heiner Stepper vom Klinikverbund Südwest als 2. Vorsitzender und Chefarzt Joachim Quendt vom Krankenhaus Leonberg als Ärztlicher Beirat wurden wieder in den Vorstand gewählt.

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