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Calw Gemeinsam für Calw wird zur stärksten Kraft

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Im Rathaus wurde bis spät in den Abend hinein ausgezählt. Foto: Rousek

Calw - So einen klaren Sieger gab es bei Kommunalwahlen in Calw wohl selten. Mit einem Zuwachs von 18 Prozent im Vergleich zur vorherigen Kommunalwahlen liegt "Gemeinsam für Calw" mit großem Abstand vorn. Alle anderen Fraktionen müssen Einbußen hinnehmen.

Schon bevor alle Wahlbezirke ausgezählt waren, kommen die Kandidaten von "Gemeinsam für Calw" (GFC) in der Bar "Gecko" zusammen. Bestens gelaunt, sichtlich entspannt. Dazu haben sie auch allen Grund. Laut ersten Prognosen konnte die GFC 18 Prozent zulegen. Damit haben sie in Zukunft drei Sitze mehr, also acht.

"Das ist ein sensationelles Ergebnis", freute sich der Fraktionsvorsitzende Jürgen Ott. Man habe nicht zu hoffen gewagt, dass die Wahl so einen Ausgang nehmen würde. "Aber wir hatten gute Bewerber und vor allem eine Vielfalt an Bewerbern." Nun wünsche man sich vor allem, dass wieder Frieden im Gemeinderat einkehre, fügt Adrian Hettwer hinzu.

Als Verlierer könnte man bei dieser Wahl hingegen die "Neue Liste Calw" (NLC) bezeichnen. Galten sie 2014 noch als die Sieger, weil sie die Zahl ihrer Mandate verdoppeln konnten, mussten sie dieses Mal 6,5 Prozent an Stimmen einbüßen. Von den zuletzt sechs Sitzen im Gremium verlieren sie damit zwei.

Ebenfalls Stimmen verloren hat die CDU. Mit 5,9 Prozent weniger Stimmen bleibt die Zahl ihrer Sitze jedoch bei vier. Erstaunlich: Fraktionsvorsitzender Sebastian Nothacker wurde nicht wiedergewählt. Ebenso wie Peter ­Blazicek und Linda Morhard. ­ Ricarda Becker, Stadtverbandsvorsitzende der CDU, ist enttäuscht. "Aber wir bringen mit zwei neuen Kandidaten frischen Wind in das Gremium." An die "Gewinner" der GfC richtet sie ihre Glückwünsche. "Wir hoffen, dass wir in Zukunft konstruktiv zusammenarbeiten können."

Kleinste Fraktion, kleinster Verlust

Obwohl sie sieben Prozent verloren haben, stellen die "Freien Wähler" (FW) erneut den unangefochtenen Stimmenkönig – die zweite Wahl in Folge an der Spitze liegt Christoph Perrot mit 6387 Stimmen. Die Zahl der Sitze bei den FW verringert sich jedoch um drei auf sieben Sitze. "Wir haben eine sehr spannende Wahl erlebt", findet der Fraktionsvorsitzende Dieter Kömpf. "›Gemeinsam für Calw‹ ist klarer Wahlsieger und bedient ebenfalls ein bürgerliches Lager. Damit fischen wir beide im selben Wählerteich. Durch die Änderung des Auszählungsverfahrens vor fünf Jahren hätten wir aber ohnehin einen Sitz verloren."

Nicht mehr kleinste Fraktion im Gremium ist die SPD. Die Fraktion um die Vorsitzende Evelin Menges hat mit minus 0,6 Prozentpunkten auch den kleinsten Verlust der etablierten Fraktionen zu beklagen. Einen Sitz müssen sie dennoch räumen und sind damit nur noch zu zweit. Allerdings mit 100 Prozent Frauenquote.

Als durchaus überraschend kann man das Abschneiden der Linken befinden. Immerhin waren sie im Vergleich zu den anderen Wahlvorschlägen im Wahlkampf beinahe unsichtbar geblieben. Die vierköpfige Liste sicherte sich einen Sitz im Gremium. ­Thomas Hanser, der als Ansprechpartner des Wahlvorschlags selbst zwar nicht einzieht, freut sich dennoch für seinen Kollegen Erhard Hofmann: "Wir sind positiv überrascht und haben darauf gehofft. Vor allem als so junges Team."

Der Calwer Gemeinderat verkleinert sich um vier Sitze. Grund ist die Abschaffung der unechten Teilortswahl.

Alle Ergebnisse der Kommunalwahl finden Sie in unserem Ticker.

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