Beim Kinderfest der Lebenshilfe Calw waren die Verkaufsstände ständig umlagert. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder-Bote

Lebenshilfe: Sommerfest wird auch von Flüchtlingen besucht

Von Bettina Bausch

Calw/Althengstett-Neuheng­stett. Im Garten der Lebenshilfe Calw in Neuhengstett herrschte reges Treiben. Eltern und jugendliche Klienten waren der Einladung zum Sommerfest gefolgt.

Noch am Morgen gebangt

Noch am Morgen hatten die Mitarbeiter wegen des Regens gebangt, ob dieses überhaupt im Freien stattfinden könne. Doch Petrus war den Verantwortlichen wohl gesonnen, denn es kamen schließlich nur wenige Schauer.

Bunte Luftballons schmückten das Areal, und immer wieder waren lustige Kinderlieder zu hören. Neben einer bunten Piratenhüpfburg gab es eine Spielstraße. Dort konnten die Kinder ihre Fähigkeiten im Dosenwerfen und Entenangeln testen. Auch das Schminken war gefragt.

"Wir möchten den Kindern einen schönen unbeschwerten Tag bereiten und neuen Familien die Möglichkeit geben, die Lebenshilfe ganz unverbindlich kennenzulernen", unterstrich Nina Stein, die Leiterin der offenen Hilfen der Lebenshilfe Calw.

Für das leibliche Wohl der vielen Gäste war gesorgt. Herrlich duftende Pizzen aus dem Holzbackofen, Würstchen vom Grill und Eisspezialitäten fanden reichlich Zuspruch.

Originelle Bezahlung

Für die Bezahlung hatten sich die Organisatoren etwas Originelles ausgedacht. Statt Euros war mit das alternative Zahlungsmittel "Lebenshilfe-Mäuse" gefragt. Jedes Kind bekam dieses Fantasiegeld und konnte selbst entscheiden, was es damit anstellen wollte. Damit machten viele junge Besucher die Erfahrung, den Besuch selbstständig gestalten zu können.

Besonders freute man sich, dass auch die syrischen Flüchtlingsfamilien von Neuhengstett gekommen waren, wo man sie herzlich willkommen hieß. "Wir hatten immerhin über 30 Familien zu Besuch", freute sich Stein am Abend. Wenn auch das Wetter für ein Gartenfest nicht so ganz ideal war, so überwog doch die fröhliche Stimmung.

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