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Calw Ganz im Sinne von "Calw rockt"

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Der Marktplatz war voll. Und fast alle Gäste machten bei "Calw rockt" so richtig mit. Foto: Thomas Fritsch

Calw - Der Calwer Marktplatz war am Samstagabend ein riesiger Sperrbezirk. Ausgerechnet, – nein nicht Rosi – sondern Rainer Haas, der Ehemann von Suzi Quatro, hat für den Skandal darin gesorgt. Er zog nämlich den Boxkampf von Vladimir Klitschko gegen David Haye im Fernsehen dem Live-Auftritt seiner Frau bei "Calw rockt" vor.

Was er da alles verpasst hat: 4.800 zumeist begeisterte Besucher. Wie seine Frau sich der Jacke entledigte, als sie sich nach "48 Crash" so richtig warmgesungen hat. Wie sie mit dem Schlagzeuger ein Drummer-Duett ablieferte. Wie sie – nicht im schwarzen Lederanzug, sondern in Jeans und Shirt - mit ihrer Band eineinhalb Stunden lang die schwierige Aufgabe bewältigte, als letzte Formation nach zwei großartigen Auftritten von "The Sweet" und der "Spider Murphy Gang" das Publikum bei Laune zu halten. Und es zum Mitmachen zu animieren.

Obwohl: Fantastische Musiker hat Suzi Quatro an ihrer Seite. Und Songs wie "Rock Hard", "Go Wild" oder "Can The Can" reißen einfach mit. Auch wenn sie von einer Rockerin gesungen werden, der man ihre 61 Jahre weder ansieht noch anhört.

Rainer Haas hat natürlich, weil er sich da noch um seine Suzy kümmerte, nicht mitbekommen, wie "The Sweet" als "Opener" gleich zu Beginn des Konzerts den Marktplatz zum Rocken brachten. Mit "Ballroom Blitz", "Fox on the Run" oder "Love is like Oxygen" und anderem. Auf 16 Top-Ten-Hits haben sie es in ihrer Glanzzeit gebracht, acht davon waren die Nummer 1 in den Charts. Wenn mit so einem Fundus keine Stimmung zu machen ist. Man kennt die Titel noch heute, und singt sie mit. Sicher nicht nur deswegen mit, weil die Musiker ausdrücklich darum gebeten haben: "40 Jahre seien sie mittlerweile auf Achse, das Gedächtnis sei da nicht mehr so gut." Das war natürlich ein Witz.

Die "Spider Murphy Gang", die bayerische Kultband, hat Rainer Haas auch nicht erlebt. Und deswegen etwas verpasst. Die Mannen um Günther Sigl und Barney Murphy (bürgerlich Gerhard Gmell) haben es nämlich so richtig krachen lassen. "Are You ready to Rock?", fragte die Gang zunächst. Und ob es das Auditorium war. Das ging richtig ab, als natürlich der "Skandal im Sperrbezirk", aber auch "I muas nach Schwabing" oder "Schickeria" angestimmt wurden. Da rockte der Marktplatz. Ganz im Sinne von "Calw rockt".

Zuschauer-Rekord

Das Open-Air-Festival, das seine zehnte Auflage erlebte, war ein Erfolg. Spitzenmusiker, Super-Stimmung, ideales Wetter, Zuschauer-Rekord: Bei 4.100 Tickets wurde von den Veranstaltern, Reinhard Stöhr und Jürgen Ott, am frühen Abend der Verkauf eingestellt. 700 Karten befanden sich schon im Besitz von so genannten und wirklichen "VIPs" oder waren vom Veranstalter sowie von den Bands verteilt worden.

Zur Ehrenrettung von Suzi Quatros Ehemann wird angemerkt, dass er den Boxkampf Klitschko gegen Haye auch live in Hamburg hätte erleben können. Bevor er Musikmanager wurde, hat er auch Boxveranstaltungen organisiert. Aber natürlich hat er seine Rockröhre, mit der er jetzt seit 18 Jahren verheiratet ist, nach Calw begleitet.

Bei ihrer Zusammenkunft mit den Lesern des Schwarzwälder Boten, denen ein Gewinnspiel unserer Zeitung einen kurzen Treff mit ihr ermöglichte, Daniela Keller, Christine Nehls und Walter Kraft nämlich, war er aber nicht dabei.

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