Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Calw Funke springt sofort über

Von
Mitreißenden Rhythmus boten die Swing Singers. Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Steffi Stocker

Calw. Viel zu schnell waren die zwei Stunden in der Aula verronnen. Alte Handwerksberufe, die beeindruckende musikalische Umrahmung und ein freches Kabarett hatten das Publikum in Atem gehalten.

Am Ende waren sich alle einig, dass es gerne noch ein bisschen mehr von allem hätte sein dürfen. Mit "Oh Happy Day" oder Leonard Cohens "Hallelujah" brachten die Swing Singers die Stimmung am Abend auf den Punkt. Nur schweren Herzens entließen die Besucher den Chor von der Bühne, war doch der Funke von Anfang an übergesprungen.

Dass dieser dann auch weiter glühte, schaffte Hans Schabert mit einem Spaziergang durch die Zeit. Kurzweilig erzählte der passionierte Heimatforscher vom heißen Handwerk früherer Tage in der Region. Nachvollziehbar berichtete er von Schmieden, Köhlern, Salbe- und Schmierbrennern sowie Glasbläsern und Pottaschesiedern. "Globalisierung und Strukturwandel forderten schon bei den alten Handwerken ihren Tribut", erläuterte Schabert, warum es zu einem Rückgang gekommen ist. So erfuhren die Zuhörer vom Untergang des Dorfes Glashausen bei Altensteig und noch existierenden Zeitzeugnissen der vergangenen Tage. Auch erinnerte er an die "heiße Strafgerichtsbarkeit" bei so genannten Hexenverbrennungen.

Die Präsentation "Calwer Geschichten" durch die Vereinigte Volksbank AG hat längst einen Kultstatus gewonnen. "Das ist eine Erfolgsstory mit unglaublicher Resonanz", betonte Günther Wainowski, Vorstand des Gastgebers. Er würde "viele Wiederholungstäter" erkennen.

Das Publikum dagegen erkannte in der Kabarettvorführung von Thomas Schreckenberger so manchen Charakterkopf aus Politik und Kultur. Mimische und stimmliche Imitationen, aber auch Witz strapazierten die Lachmuskeln. "Das ist schon frech“, meinte eine Zuschauerin zu manch beinahe derben Feststellungen über Menschen. Bei seinem Heimspiel ließ Schreckenberger kein Gesellschaftsthema aus. "Achten sie bei Verträgen auf die Laufzeit", bekam beispielsweise auch die gastgebende Bank mit Hinweis auf die Überalterung der Bevölkerung in Deutschland ihr Fett weg.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.