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Calw "Fridays for Future"-Aktivisten hängen Banner auf

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Auch am Parkhaus Calwer Markt haben die Aktivisten ein Banner aufgehängt. Foto: Buck

Calw - In der Nacht auf Freitag haben Aktivisten von "Fridays for Future" in der Calwer Innenstadt vier Banner aufgehängt, mit denen sie auf ihre Anliegen aufmerksam machen möchten – an der Brücke an der SRH Hochschule in der Lederstraße, am angrenzenden Parkhaus, am ZOB und an der stillgelegten Eisenbahnbrücke am Adlereck. Auf die Rückfrage, ob es sich bei Letzterer um die 2019 akut einsturzgefährdete Brücke handle, betonen die Aktivisten, sie hätten die Sicherheit vorher überprüft und sich ausreichend gesichert. Auf den Bannern sind verschiedene Sprüche wie "People over Profit – System(e) überdenken", "Was ist deine Utopie nach Corona?" und "Grenzenlose Solidarität" zu lesen.

Einer schriftlichen Stellungnahme der Aktivisten zufolge wollen sie damit die Themen Klimaschutz und "Fridays for Future" aus der Bedeutungslosigkeit holen. Die Liste der Anliegen ist lang und ebenso vielfältig. So geht es zu Beginn der Stellungnahme um die schlechten Zustände des Flüchtlingscamps "Camp Moria", dann um Arbeiten im Hambacher Forst, Braunkohleförderung und schließlich um Geld, das anstelle in die Wirtschaft besser in den Klimaschutz zu investieren sei. Hier ein Auszug aus dem Originaltext: "Als 2019 das Jahr war in dem Fridays for Future präsent war, muss wirklich jedem klar geworden sein: es giebt eine Klimakrise und sie wird viele Menschen (vor allem außerhalb von Deutschland) hart treffen." Härter als die Corona-Krise, sind die Aktivisten überzeugt.

Mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken

"In Zeiten der Coronakrise werden Milliarden hin und her geschoben um Menschen zu helfen und die Wirtschaft irgendwie zu retten", schreiben sie. Für den Klimaschutz jedoch würden nur unzureichend Maßnahmen getroffen. Dabei sehe man jetzt schon die Auswirkungen der Krise: Die Aktivisten wörtlich: "In Indien giebt es regelrechte Kämpfe um Ressourcen, wie Wasser. In Deutschland geht immer mehr Landwirten das Wasser aus. Auch die Todesrate bei alten Menschen steigt an (wie in der Coronakrise). Und die Politik schaut tatenlos dabei zu."

Die Gesundheit sei zwar im Moment wirklich wichtig, ebenso wie die Wirtschaft. "Aber es sollten auch nur Firmen Rettungsgelder bekommen, wenn sie sich auch zu besserem Klimaschutz verpflichten. Zudem sollten sie keine Menschen in anderen Ländern ausbeuten."

Diese Problematik müsse auch in der aktuellen Situation wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen gebracht werden. Auch wenn die Aktivisten derzeit nicht zu Demonstrationen zusammenkommen könnten. Darum sei eben eine solche Aktion, wie das Aufhängen der Banner, notwendig. "Die Aktivisten sind zu jedem Zeitpunkt ruhig und besonnen vorgegangen", betonen sie in dem Schriftstück. "Auf Mindestabstände wurde geachtet und jeder trug Handschuhe und eine Maske."

Ganz legal war die Aktion vermutlich dennoch nicht. Denn eine Plakatierungsgenehmigung lag nach Aussagen der Aktivisten nicht vor. Das Ordnungsamt war dazu und zu der Frage, welche Strafen den Aktivisten drohen könnten, am Freitagnachmittag nicht zu erreichen.

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