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Calw "Flexibilität verloren"

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Kreis Calw. Zu einem intensiven Austausch über die aktuelle Situation in der Gastronomie trafen sich kürzlich des FDP-Kreisverband sowie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. Zu den Teilnehmern gehörten der Dehoga-Vorsitzende Rolf Berlin (Berlins Hotel Krone Lamm Bad Teinach-Zavelstein), die Sprecherin der Dehoga-Unternehmerfrauen Claudia Dürr (Hotel Restaurant Rössle Altensteig Berneck), Mohamed Mokni (Moknis Palais Hotel und Spa Bad Wildbad) sowie Vorstandsmitglieder des FDP-Kreisverbands Calw unter der Führung ihres Vorsitzenden Herbert Müller sowie FDP-Kreisrat Albrecht Joos

Die im Grund positive Stimmung in Bezug auf die Zukunftsaussichten im Landkreis werde getrübt durch den anhaltenden Fachkräftemangel in der Gastronomie-Branche, durch die ausufernde Bürokratie und unflexiblen Vorschriften, so Rolf Berlin. Man fühle sich von der Politik im Stich gelassen beziehungsweise die speziellen Bedürfnisse von Hotellerie und Gastronomie nicht berücksichtigt, obwohl in Baden Württemberg mehr als 12 000 Betriebe unter der Dehoga zusammengeschlossen sind. Diese Branche gehöre damit zu den größten Arbeitgebern im Landkreis Calw.

Die Gastronomie im Land leide massiv unter dem starren Arbeitszeitgesetz. Seit der Einführung des Mindestlohngesetzes 2015 werde diese Branche grundsätzlich unter Generalverdacht gestellt und die Betriebe müssten daher die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten sehr bürokratisch dokumentieren, so Berlin. Die notwendige Flexibilität in Bezug auf die Arbeitszeit ging verloren. Der Fachkräftemangel wirke sich auch hier aus, sodass Öffnungszeiten angepasst, weitere Ruhetage eingeführt oder gar die Schließung des Betriebes erfolge.

Übereinstimmend wurde die positive Auswirkung der Reduzierung des Mehrwertsteuer-Satzes hervorgehoben.

Notwendige Investitionen, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu sichern, konnten vorgenommen werden, neue Arbeitsplätze geschaffen und auch viele Aufträge an das örtliche Handwerk und an Unternehmen vergeben werden.

Die Unterstützung des Tourismus durch die Politik in Österreich setze hierbei noch ganz andere Maßstäbe, auch bei der Gewinnung von Arbeitskräften in der Branche. Im Vergleich zu Deutschland sei dies ein ganz klarer Wettbewerbsvorteil.

Doch geradezu ins Schwärmen kommt Berlin, wenn er von den Entwicklungschance des Tourismus und der Hotellerie spricht, von der außerordentlich schönen Naturlandschaft in "seinem" Schwarzwald. Die hohe Auslastung seines Hotelbetriebes deutet auf eine anhaltend hohe Nachfrage hin.

Gespräche mit Politikern sämtlicher Couleur finden zwar immer wieder statt, wie Mokni einwarf, "es wäre aber schön, wenn neben dem Reden auch mal sichtbare Taten folgen würden".

Herbert Müller versprach sich bei den FDP-Abgeordneten in Bund und Land einzusetzen um die Sensibilität für die Probleme von Hotellerie und Gastronomie zu schärfen.

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