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Calw Erstes Kinder- und Jugendfestival voller Erfolg

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Ein im wahrsten Sinne des Wortes buntes Angebot gab es für die Kinder in Calw am Wochenende zu entdecken. Foto: Fritsch/Bausch

Calw - Während bei Festen und Hocketsen in der ganzen Region die Erwachsenen im Mittelpunkt standen, drehte sich in Calw am Wochenende alles um die kleinen Bürger. Beim Kinder- und Jugendfestival unter dem Motto "Calw geht ab" konnten sie spielen, entdecken und Spaß haben.

Auf der Bühne am Unteren Ledereck nehmen die Musiker des Musikvereins Stammheim Platz. Vor dem Bungee-Trampolin am Großen Brühl bildet sich eine Schlange von Kindern. Auf dem Spielplatz am Brühl probieren die Kinder die neuen Spielgeräte aus. Wo man hinsieht: Überall gibt es etwas zu entdecken für die kleinen Bürger der Hesse-Stadt.

Es ist das erste Mal, dass es in Calw ein derart großes Fest gibt, das ausschließlich für Kinder und Jugendliche konzipiert ist. Eine Premiere. Entsprechend groß war der Vorbereitungsaufwand, riesig die Erleichterung darüber, dass das Konzept ankommt. "Es wird super angenommen", freut sich Mitorganisator Markus Kleinschmidt, als er zwischen zwei Telefonaten kurz zum Durchatmen kommt.

Beim Mitarbeiter der Stadtverwaltung laufen die Fäden zusammen – und die Drähte heiß. Alle paar Minuten bekommt er einen Anruf, gibt hier Hilfestellung, findet dort eine Lösung für ein kurzfristig auftretendes Problem. Entspannt das Fest auf sich wirken lassen? Keine Zeit. Aber das möchte der 37-Jährige auch gar nicht. "Es macht riesig Spaß", meint er. Selbst wenn hier und da Problemchen auftreten, nimmt Kleinschmidt das gelassen. "Beim ersten Mal läuft nie alles perfekt, das ist auch gar nicht möglich." Und doch: "Es lohnt sich einfach, wenn man in die lachenden Gesichter schaut."

Spielplatz wird knapp fertig

Noch einen Tag zuvor war Kleinschmidt weit weniger optimistisch. Beim Aufbauen für das Fest machte das Wetter den Helfern einen Strich durch die Rechnung. Beim Gewitter war Vorsicht wegen der Metallteile der Bühne geboten, Tische und Bänke wurden klatschnass. "Das macht keinen Spaß. Aber ich dachte mir: Wenn jetzt alles runterkommt, was morgen oben bleibt – dann ist alles gut." Und genau so kam es.

Das Wetter ist die zweite Punktlandung beim Kinder- und Jugendfestival – zumindest am Samstag. Die erste: der neue Spielplatz am Brühl. Nur drei Stunden vor der geplanten Eröffnung wurden die letzten Arbeiten abgeschlossen. Hätte das nicht geklappt, hätte man den Bereich absperren müssen. Nun toben die Kinder darauf und heißen ihre neuen Spielgeräte willkommen.

Auf der Nagold fahren Schlauchboote, begleitet von mehreren Entenküken. Ein Höhepunkt, bei dem es ebenfalls bis kurz vorher nicht klar war, ob es so stattfinden kann. Weil die Vermutung aufkam, dass Schwäne in der Nähe brüten. Die Tiere sind dann aggressiv, können Menschen gefährlich werden. "Aber es gab Entwarnung, es waren keine Eier zu finden", sagt Kleinschmidt. Die Schwäne scheinen von dem Trubel um sie nichts mitbekommen zu haben. Sie schwimmen ganz entspannt in der Nähe der Boote umher.

Die meisten Besucher, stellt der Mitorganisator auf den ersten Blick fest, sind zwischen vier und acht Jahre alt – natürlich immer in Begleitung der Eltern oder Großeltern. Die älteren seien eher weniger vertreten. Das ändert sich auch abends nicht. "Die Jugenddisco wurde nicht gut angenommen", verrät Kleinschmidt später. Ansonsten zeigt er sich zufrieden mit dem Besucheraufkommen. "Es sind Schlangen an den Essens- und Getränkeständen, alles gut." Besonders gefällt dem Vertreter der Stadt, dass es eine große Vielfalt an Angeboten gebe – Sport, Tanz, Musik, Spiel.

Ehrenamt stark dabei

Vieles davon ist ehrenamtlich auf die Beine gestellt. Vereine und Einrichtungen aus dem ganzen Stadtgebiet sind mit dabei. So auch die Volkshochschule mit mehreren Ständen, kirchliche Einrichtungen, die Musikschule und der neue Verein "Familienfreundliches Calw". "Es ist total schön: Egal an welchem Stand – alle haben Spaß", freuen sich Gabriele und Jürgen Rust vom Schwarzwaldverein, der das Bungee-Trampolinspringen organisiert hat.

Am Sonntag ist das mit der Punktlandung so eine Sache. Mittags ergibt sich ein ähnliches Bild wie tags zuvor: Viele kleine und große Besucher, gute Stimmung. Doch der Regen trübt dieses Bild. Die Leute stellen sich unter, viele gehen nach Hause. Am Nachmittag ist das Fest nahezu leer. Viele Stände werden vorzeitig abgebaut. "Schade, es ging zunächst recht gut los und ist vielversprechend angelaufen. Dann kam der Regen", bedauert Marion Buck, Vorsitzende des Treffpunkts Sicher in Calw. "Es ist fast perfekt gewesen bis uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat", klagt auch Veranstaltungstechniker Manuel Friebolin.

Auch am Sonntag gibt es vor dem einsetzenden Regen viel zu erleben. Zum Beispiel entdecken Kinder bei der schief eingestellten Kletterwand von Tom Schlager aus der Nähe von München ihr Klettertalent. Auch beim Geschwindigkeitsparcours mit Kettcar und Rauschbrille herrscht rege Nachfrage. Auf der Bühne am unteren Ledereck spielen drei Musiker noch schmissige Rhythmen, ehe auch dort der Betrieb eingestellt wird. "Es ist schade, unsere Tänze im Freien können nicht mehr stattfinden", bedauert Christian Danek von der Tanzschule.

Fehlt das Bier am Abend?

Einen Grund, dass die Angebote für ältere Jugendliche vergleichsweise verhalten angenommen wurden, sieht der Bayer Schlager darin, dass die am Abend wohl noch gerne ein Bier trinken würden. "Bei uns gibt es, wenn wir etwas für Kinder und Jugendliche veranstalten, eben keinen Alkohol", verteidigt indes Danek das Konzept. Andere Anbieter vermuten, dass diverse andere Veranstaltungen in der größeren Umgebung ein Grund für die mäßige Teilnahme der älteren Jugendlichen sein könnte. Auch Kleinschmidts Eindruck war, dass eher die Jüngeren auf dem Fest unterwegs sind.

Sein Fazit ist aber trotz des Wetters positiv: "Es war ein absolut tolles Fest, das war von allen Seiten zu hören." Zwar sei die Enttäuschung über das schlechte Wetter am Sonntag groß gewesen. "Aber wenn der Regen das einzig Negative ist, kann man von einer erfolgreichen Veranstaltung sprechen."

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