Da waren es 100 Kunden. Ricarda Becker freute sich mit Stefan Kegreiß, Joachim Knittel und Clemens Traugott (von links) von den Freiberger Stadtwerken. Foto: Stadtwerke Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Null auf 500 Kunden in einem Zeitraum von acht Monaten / Ricarda Becker als Entwicklungshelferin vor Ort

Calw (hjh). Von Null auf 500 Kunden, und das in einem Zeitraum von acht Monaten. Vertriebsassistentin Ricarda Becker ist mit ihrer Arbeit als Entwicklungshelferin in Freiberg am Neckar zufrieden. In der 17 000 Einwohner zählenden Stadt ist sie die Frau der Energie Calw (ENCW) vor Ort, die mithilft, die dortigen Stadtwerke und vor allem die "FaNergie", wie deren Strommarke heißt, bekannter zu machen.

Als Ansprechpartner in Energie- und Wasserfragen ist die ENCW seit vielen Jahren aktiv am Markt und hat über die Jahre viel Wissen aufgebaut, Erfahrungen gesammelt und die Organisation sowie Abläufe kontinuierlich weiterentwickelt. Dies gibt sie jetzt seit Jahresbeginn an die neu gegründeten Freiberger Stadtwerke weiter. 51 Prozent an diesem Unternehmen hält die Stadt, 49 Prozent die ENBW. Das Calwer Unternehmen hat für seinen Partner am Neckar im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags unter anderem den Strom- und Wasservertrieb übernommen.

Zuvor war Freiberg Kunde bei der Süwag, einer Tochter von RWE. Mit der Gründung der eigenen Stadtwerke sollte aber ein weiterer Meilenstein im Engagement für Klima- und Umweltschutz gesetzt werden, erläuterte Rahel Trebing, Leiterin Vertrieb & Energielogistik bei der ENCW, im Gespräch mit unserer Zeitung. Möglichst viele Bürger sollen von den Leistungen überzeugt werden. Im Bewusstsein, dass hierzu Hilfe benötig wird, schrieb Freiberg diese Leistungen aus.

Die ENCW reichte ein Angebot ein und bekam den Zuschlag, die Freiberger Stadtwerke für die nächsten fünf Jahre beim Aufbau des Unternehmens zu unterstützen. Die Aufgaben reichen vom aktiven Vertrieb über den Kundenservice bis hin zum Energieeinkauf, der Buchhaltung und dem Controlling sowie allen energiewirtschaftlichen Hintergrundprozessen.

"Wir freuen uns, dass wir unsere Erfahrungen weitergeben können", so Rahel Trebing. Für die ENCW sei es auf jeden Fall eine spannende Aufgabe, eine neue Marke aufzubauen. Man könne die eigenen Kompetenzen einbringen, aber auch dazulernen und sich so ein neues Geschäftsfeld eröffnen. Die Leiterin Vertrieb & Energielogistik kann sich jedenfalls vorstellen, auch anderswo noch aktiv zu werden.

In Freiberg sei man jedenfalls zufrieden mit der Zusammenarbeit. Die ENCW werde alles dafür tun, damit "FaNergie" zur Erfolgsgeschichte wird.

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