Ralf Kühling präsentiert sein erstes veröffentlichtes Buch "Der Tote vom Schwarzwald". Foto: Menzler Foto: Schwarzwälder Bote

Lesung: Goldschmied Ralf Kühling veröffentlicht Debüt-Kriminalroman / Lesung am 24. Oktober

Calw. Ralf Kühling hat es geschafft, sein Hobby – das Schreiben – auszuleben und ein Buch zu veröffentlichen. Seit Oktober gibt es seinen Kriminalroman "Der Tote vom Schwarzwald" zu kaufen. Veröffentlicht wurde das Buch am 17. Oktober. Am Donnerstag, 24. Oktober, wird es eine Lesung des Autors und Goldschmieds in der Bücherei Stammheim geben.

 

Er sei schon seit er denken könne ein kreativer Mensch, so Kühling. Der Kriminalroman ist sein erstes Buch, das veröffentlicht wurde – jedoch nicht das erste, dass er geschrieben hat. Mehr als zehn Jahre lang habe er zum Beispiel auch an einem historisch-fantastischen Roman geschrieben. Und auch im Kriminalroman-Genre gebe es bereits mehrere Bücher aus seiner Hand. Er habe "einfach alles ausprobieren" wollen, meinte er lächelnd.

Die Idee zu seinem Werk "Der Tote im Schwarzwald" hat der Goldschmied schon seit Längerem gehabt. "Der Kriminalroman handelt von einem abgeschafften Kommissar, der nach einem Reha-Aufenthalt in eine ruhige Stelle zu wechseln versucht", erzählte Kühling im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. "Dies gelingt ihm, wie man lesen kann, nicht." Das Buch beschreibt einen Mordfall in der erfundenen, "ruhigen" Stadt Friederichsburg, wo Kommissar Carl Christopher Moderski ermittelt.

Begonnen hat Kühling "einfach auf einer leeren Seite auf dem Laptop". Er schrieb seine Idee nieder und begann mit der Grundstruktur des Buches. Wie es enden oder wohin die Entwicklung der Mordermittlung Kommissar Moderski leiten würde, war dem Autor anfangs noch nicht klar. Es kam ihm erst während des Schreibprozesses in den Sinn. Von der Charaktererstellung über die Beschreibung des Ortes bis zum Ende des Buches sei es ein weiter Weg gewesen.

Geschichten für Kinder

Kühling erzählte in der Vergangenheit seinen Kindern immerzu Gutenachtgeschichten und begann, diese aufzuschreiben: Das war der Beginn seines Schreibens. "Man benötigt einen inneren Druck zum Schreiben und Erzählen, man will etwas loswerden."

Vor dem Kriminalroman schrieb er beispielsweise auch "Kasperles-Theater" für seine Kinder. Bei seinem längeren historisch-fantastischen Roman fiel ihm auf, dass er einen Roman nicht wie eine Gutenachterzählung handhaben kann.

Er entschied sich, einen Literaturschreibkurs an der Volkshochschule zu besuchen. Dieser erstreckte sich über ein Jahr und behandelte Themen wie die Struktur eines Buches, das Schreiben von einzelnen Kapiteln – an welcher Stelle gehört ein Wendepunkt eingebaut – oder auch das Layout des Textes, Inhaltsverzeichnis, Verweise und anderes.

"Zum Schreiben benötigt man nicht nur Idee und die Lust zu schreiben, sondern auch das Handwerkszeug", betonte Kühling.

Die "benötigte Disziplin" ein Buch zu schreiben, habe er auch gehabt. Er setzte sich das Ziel, an seinem freien Tag in der Woche mindestens 600 Wörter in drei Stunden zu schreiben. Er wollte den Kriminalroman schnell schreiben – und tatsächlich vollendete er das Buch in etwa einem halben Jahr. "Nicht zu vergleichen mit dem 560-Seiten-Roman, an dem ich zehn Jahre lang geschrieben habe."

Seine Werke überarbeitete er selbst; hatte aber auch in eine freie Lektorin investiert. "Es braucht ein paar geschulte, fremde Augen, um gewisse Fehler oder Ungereimtheiten zu erkennen und zu verbessern."

Er hatte seinen Roman sowohl an Verlage direkt, als auch an Agenten geschickt. Nach ein paar "mehr oder weniger freundlichen" Absagen meldete sich ein Agent. Dieser hatte Kühling zwei Verlage, die Interesse an dem Buch zeigten, vorgeschlagen und nach eigener Recherche entschied er sich für den Verlag "emons:".

Er ist sehr zufrieden mit seiner Wahl und spricht von einer angenehmen Zusammenarbeit und dem fertigen Werk. "Obwohl ich es selbst geschrieben und sehr oft schon gelesen habe, lese ich es immer wieder."

Nun würden weitere leere Seiten darauf warten, von ihm gefüllt zu werden. Und das nicht nur in Genres wie Kriminalromanen, Historie oder Fantasie. Auch Science-Fiction will der Autor gerne ausprobieren.