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Calw "Einer von uns geworden"

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Entpuppte sich als Hesse-Kenner: der kosovarische Botschafter Beqë Cufaj (rechts), der auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (Zweiter von rechts) die Stadt Calw besuchte. In der Mitte: der Calwer Oberbürgermeister Ralf Eggert, links: Familie Schaber. Foto: Bauer Foto: Schwarzwälder Bote

Das Geburtshaus von Hermann Hesse besichtigte im Beisein des Calwer Oberbürgermeisters Ralf Eggert Botschafter Beqë Cufaj. Der Diplomat ist der ranghöchste Repräsentant des Kosovo in Deutschland, der auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (CDU) den Nordschwarzwald besuchte.

Calw. In Calw entpuppte sich der Botschafter zugleich als ausgezeichneter Kenner der Werke des großen Sohnes der Stadt. Dies unterstrich er mit Originalzitaten von Hermann Hesse. Schnell stellte sich heraus, dass der Diplomat lange Jahre für angesehene deutsche und internationale Zeitungen gearbeitet hat sowie als Buchautor schriftstellerisch tätig war. Im Raum Calw gebe es eine beachtliche Zahl von Bürgern aus dem Kosovo, unterstrich Cufaj. Deswegen sei er ganz besonders gern in die Schwarzwald-Stadt gekommen.

Hausherr Hermann Schaber vom gleichnamigen Modehaus verwies in seiner Willkommensansprache scherzhaft darauf, dass er neben dem Nobelpreisträger und Hesses Großvater Hermann Gundert der dritte Hermann im Bunde sei. Schon Hesse ­habe erkannt, dass im Egoismus, Fundamentalismus und auch im Nationalismus die Wurzeln für Feindschaft, Streit und Ausgrenzung erkennbar seien. Nur die Bereitschaft zu Toleranz und zum Respektieren der Werte anderer er­möglichten ein Miteinander in der Gesellschaft, das wiederum Wachstum möglich mache.

Eine Existenz aufgebaut und Freunde gefunden

"Scheinbar bedarf es der Erinnerung durch Schriftsteller, dass wir uns vor dem Chaos schützen", fügte Schaber hinzu. Das gelte nicht nur für Familien, sondern auch für die Staaten und für Europa.

Die Calwer Gastronomie werde hervorragend durch Repräsentanten des Kosovo geprägt, so Schaber, der auf das Engagement von Familie Jonuzi verwies, die die Villa Wagner, die Euro-Pastaria und das Café Royal bewirtschaften. Als Kosovare habe sich Inhaber Jonuz Jonuzi, ­liebevoll "Jacky" genannt, in Deutschland eine Existenz aufgebaut und Freunde ge­funden. Er und seine Familie fühlten sich in Deutschland gut integriert. Schaber: "Er ist einer von uns geworden."

Der Botschafter trug sich ins goldene Buch der Stadt ein. Dabei hieß auch die örtliche CDU-Vorsitzende Ricarda Becker den Diplomaten aus Berlin sowie Konsul Besnik Miftaraj als Vertreter des Generalkonsulats Stuttgart in Calw willkommen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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